Ärger über Verhüllung. Die JVP deckte beim Feldwiesenfest ein Transparent der Bürgerinitiative „Rettet die Feldwiese“ mit einer Plane ab. „Aus Sicherheitsgründen“, sagt JVP-Obmann Matthias Pilter.

Von Jacqueline Kacetl. Erstellt am 23. Juli 2014 (08:40)
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Das Transparent der Bürgerinitiative fordert auf einem Textilbanner den Erhalt der Feldwiese. Beim JVP Feldwiesenfest war es nicht mehr sichtbar.Rettet die Feldwiese

MAUERBACH /  Zu einer Kontroverse zwischen der Bürgerinitiative „Rettet die Feldwiese“ und der Jungen ÖVP (JVP) Mauerbach führte die Verhüllung eines auf der Feldwiese befestigten Transparents.

Das für die Festgäste gut sichtbare, auf einem Privatgrundstück befestigte Banner mit der Aufschrift „Rettet unser Naturjuwel“ wurde im Zuge der Vorbereitungen für das JVP-Feldwiesenfest mit einer schwarzen Plane abgedeckt. „Schon vor einigen Wochen wurde eines unserer Banner, das an einem Zaun bei der früheren Shell-Tankstelle montiert war, von Unbekannten entwendet“, kritisiert die Sprecherin der Bürgerinitiative Hedwig Fritz. „Wir fragen uns, welches Demokratieverständnis diejenigen haben, die solche Aktionen anleiten oder durchführen. Wir vermuten, dass man die Gäste vom Nachdenken abhalten wollte, wie denn die Feldwiese nach der Realisierung des Mega-Sportplatz-Projektes aussehen würde“, so Fritz, die der JVP den „Eingriff in Privatgrundstücke“ vorwirft.

Das bestreitet JVP-Mauerbach Obmann Matthias Pilter

Man habe die schwarze Abdeckung auf Bäume vor das Transparent auf Gemeindegrund platziert. „Wir haben das Banner nicht angegriffen“, beteuert Pilter gegenüber der NÖN. Die Verhüllung sei aus „Sicherheitsgründen“ vorgenommen worden: „Wir wollten verhindern, dass das Transparent beschädigt oder gestohlen wird. Viele Jugendliche sind ja für den Bau eines neuen Sportplatzes. Es braucht nur ein Dummer darunter zu sein, und ich habe dann die Scherereien. Wenn der Täter nicht ausgeforscht werden kann, würde sich die Bürgerinitiative an uns schadlos halten.“

Als weiteren Grund führt der Mauerbacher JVP-Obmann und Gemeinderat die bezahlte Werbepräsenz von Sponsoren des Fests an: „Wir wollen niemandem eine Gratis-Plattform bieten. Ich müsste mich dann vor den Sponsoren rechtfertigen.“