Busfahrer ließ Bub an Haltestelle stehen. Weil der Bus schon zu voll war, nahm ein Fahrer einen Achtjährigen nicht mit. Als ihn die Mutter des Kindes zur Rede stellte, soll der Mann ausfällig geworden sein.

Von Birgit Kindler. Erstellt am 11. September 2019 (04:36)
Symbolbild
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Raffaela Staudinger ist verärgert. Ein Busfahrer hat ihren achtjährigen Sohn bei der Bushaltestelle „Süßfeldstraße“ in Purkersdorf nicht in den Bus 458 um 7.27 Uhr einsteigen lassen. „Er hat zu ihm gesagt, dass er zum Sacré Coeur in Pressbaum auch mit dem nächsten Bus fahren kann“, berichtet Staudinger. Besonders schlimm sei, dass der jüngere Bruder schon mitgenommen wurde.

„Ich bin dann zufällig bei der Bushaltestelle vorbeigekommen und habe meinen Sohn völlig aufgelöst vorgefunden“, erzählt die Gablitzerin. Gemeinsam mit ihm sei sie dann dem Bus bis zum Norbertinum hinauf hinterhergefahren. Dort habe sie den Busfahrer zur Rede gestellt. „Er ist sehr ausfallend geworden und hat mich beschimpft, weil ich seine Dienstnummer haben wollte. Außerdem hat er gemeint, ich muss Strafe zahlen, weil ich den Bus aufhalte“, so Staudinger, die auch darauf hinweist, dass der besagte Bus immer überfüllt sei.

„Dass ein Busfahrer ausfällig wird, das dulden wir nicht“

VOR-Pressesprecherin Christina Bachmaier bestätigt, dass der Busfahrer den achtjährigen Bub an der Haltestelle nicht mitgenommen hatte, mit dem Hinweis er könne auch den nächsten nehmen. Die Busfahrer wären allerdings angewiesen, besonders auf die jüngeren Schüler aufzupassen. Man hätte ein älteres Kind bitten können, den nächsten Bus zu nehmen.

„Dass ein Busfahrer ausfällig wird, das dulden wir nicht“, so Bachmaier. Hier werde es eine Maßregelung geben. „Auch wenn in der ersten Schulwoche Ausnahmezustand herrscht und die Emotionen hochkochen, sollten alle professionell und höflich bleiben“, meint die VOR-Pressesprecherin und betont, dass man die Kapazität prüfen werde.