Park & Ride-Vertrag sorgt für Wirbel. NEOS und Grüne in Purkersdorf kritisieren Vorgehensweise von SPÖ-Stadtchef Steinbichler wegen des Vertrags zur Park & Ride-Anlage. Steinbichler: „Vertrag als Grundlage für Gespräche.“

Von Melanie Baumgartner. Erstellt am 17. Juni 2021 (04:53)
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Erneut sorgt die geplante Park & Ride-Anlage beim Bahnhof Unterpurkersdorf für Aufregung.
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Erneut sorgt die geplante Park & Ride-Anlage beim Bahnhof Unterpurkersdorf für Aufregung. Wie bereits berichtet kritisiert Stadtrat Josef Baum (Liste Baum und Grüne), dass bereits seit März ein Vertrag für die Anlage vorliegen soll. Jetzt melden sich auch NEOS und Grüne zu Wort, die sich über die Vorgehensweise des Stadtchefs enttäuscht zeigen.

„Die Vorgehensweise des Bürgermeisters ist nicht nachzuvollziehen. Wieso hat er die anderen Fraktionen im Gemeinderat nicht über diesen Vertrag informiert? Und wieso stimmt die SPÖ einer Planungsgruppe zu, obwohl offenbar schon Verträge für einen Teil des Geländes ausverhandelt werden? Einmal mehr bin ich über die Intransparenz und die Herangehensweise bei solch wichtigen Themen für Purkersdorf irritiert. Da muss sich dringend etwas ändern in der Gemeindepolitik!“, ist NEOS-Stadtrat Gerald Pistracher enttäuscht.

„Die Vorgehensweise des Bürgermeisters ist nicht nachzuvollziehen"

Stadträtin Sabina Kellner von den Grünen ergänzt zu den Aufgaben der dafür eingesetzten Planungsgruppe. „In der Planungsgruppe erarbeiten wir fraktionsübergreifend Grundlagen, damit auf dem Areal ein qualitätsvoller Stadtteil mit einem durchdachten Nutzungskonzept im Sinne der Purkersdorfer Bevölkerung entstehen kann. Wenn der Bürgermeister andere Pläne hat, sollte er uns darüber informieren. Ich hoffe sehr, dass das fantastische Ergebnis der Bürgerinitiativen zu einem Einlenken führt.“

SPÖ-Bürgermeister Stefan Steinbichler betont, dass eine Bürgerbeteiligung – wie im März im Gemeinderat beschlossen – auf jeden Fall durchgeführt werden soll. Davor solle aber noch der Planungsvertrag unterzeichnet werden. „Ich bin grundsätzlich dafür, den Vertrag – ein Standard-Vertrag, der vor einigen Jahren für alle Park & Ride-Anlagen aufgesetzt wurde – zu unterschreiben. Damit schaffen wir eine Diskussionsgrundlage und können hinsichtlich der Planung in ordentliche Gespräche mit den ÖBB treten.“