Bahnhof Tullnerbach-Pressbaum: Übergangssteg kommt weg. Übergangssteg soll Unterführung weichen. Neues Gebäude soll zudem Platz für Lokal schaffen.

Von Melanie Baumgartner. Erstellt am 14. Juli 2021 (04:31)
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Die Visualisierung zeigt, wie der Bahnhof Tullnerbach-Pressbaum nach jüngstem Stand nach dem Umbau aussehen sollte.
Visualisierung: ÖBB/kopetzky&partner

Demnächst beginnen die Umbauarbeiten am Bahnhof Tullnerbach-Pressbaum. Bevor es allerdings losgeht, wurden kürzlich noch einige Änderungen beschlossen.

„Anstatt den bestehenden Übergangssteg an die geplanten, neuen Anlagenverhältnisse anzupassen, wird ein neuer, barrierefreier Personendurchgang unter den Gleisen mit insgesamt drei Stiegenaufgängen sowie drei Aufzugsanlagen errichtet“, erklärt Christopher Seif, Pressesprecher ÖBB und setzt fort: „Nach Fertigstellung und Inbetriebnahme des Personendurchgangs wird der Übergangssteg abgetragen. In Kooperation mit der Marktgemeinde Tullnerbach soll nach Abtrag des Bahnhofgebäudes am Bahnhofsvorplatz ein sogenanntes Multifunktionsgebäude errichtet werden. Die genaue Ausgestaltung, wie etwa WC-Anlage, Gastrobereich, etc., ist noch Gegenstand von Abstimmungen mit der Marktgemeinde Tullnerbach.“ Diese Entscheidung hat sich laut Seif im Zuge der fortschreitenden Planung herauskristallisiert. „In Summe entstehen für einen Personendurchgang geringere Erhaltungskosten und somit geringere Lebenszykluskosten“, sagt er.

„Anstatt den bestehenden Übergangssteg an die geplanten, neuen Anlagenverhältnisse anzupassen, wird ein neuer, barrierefreier Personendurchgang unter den Gleisen mit insgesamt drei Stiegenaufgängen sowie drei Aufzugsanlagen errichtet“

Tullnerbachs Bürgermeister Johann Novomestsky (Liste Novomestsky) zeigt sich mit der Planänderung zufrieden. „Wenn beide Gebäude weggekommen wären, hätten wir keine Klos gehabt. Auf Ansuchen der Gemeinde haben sich die ÖBB dazu bereit erklärt, ein Multifunktionsgebäude auf südlicher Seite zu errichten“, erklärt der Ortschef. Dort soll es auch Platz für das thailändische Lokal „Bangkok Station“ von Meo geben, die bislang auf der Nordseite des Bahnhofs beheimatet war. „Die Gemeinde wird das Gebäude pachten und in weiterer Folge an einen Betreiber – an Meo, wenn sie das möchte – weitergeben“, sagt Novomestsky. Auch einen Personendurchgang unter den Gleisen befürwortet der Bürgermeister. „Im Winter wird das einfacher, die Brücke war bei tiefen Temperaturen permanent vereist.“

Zeitplan bleibt unverändert

Der Zeitplan für den Bahnhofsumbau hat sich aufgrund der Neuerung nicht geändert.

Die erste Umbauphase startet bereits im Herbst dieses Jahres mit der Neuerrichtung der Straßenunterführung Weidlingbachstraße. Für die Zufahrt zum Ortsteil Lawies wird laut Novomestsky derzeit eine Notzufahrt für Einsatzfahrzeug zwischen Hans-Knittel-Straße und Prebrunnstraße errichtet. Auch die Einbindung der Egererstraße in die Weidlingbachstraße soll neu gestaltet werden. Von Oktober 2021 bis Ende 2022 ist die Unterführung Weidlingbachstraße deshalb für den Verkehr gesperrt. Ausweichen ist zu dieser Zeit über den Bahnübergang Lawieserstraße oder großräumig über das Irenental möglich.

Der Personendurchgang wird laut Seif voraussichtlich Anfang 2024 fertiggestellt.

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