Mehr Sicherheit für Schüler in Purkersdorf. Seit Montag herrscht in der Alois Mayer-Gasse eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 20 km/h.

Von Melanie Baumgartner. Erstellt am 21. Oktober 2020 (04:35)
Seit Montagfrüh ist die Alois Mayer-Gasse eine Begegnungszone. Bürgermeister Stefan Steinbichler (3. v. r.) und Vizebürgermeister Andreas Kirnberger (r.) erhoffen sich dadurch noch mehr Sicherheit für die Schüler.
Stadtgemeinde Purkersdorf/ Elise Madl

Der Verkehr rund um die Volks- und Mittelschule sowie die Sicherheit der Schüler ist schon seit Jahren ein immer wiederkehrendes Thema. Mit einer weiteren Maßnahme soll die Sicherheit jetzt weiter erhöht werden. Die Alois Mayer-Gasse ist seit Montag nämlich eine Begegnungszone.

„Diese beginnt bei der Ausbuchtung am Anfang der Alois Mayer-Gasse und endet bei der Kreuzung zur Kaiser Josef-Straße“, erklärt Bürgermeister Stefan Steinbichler. Schilder kennzeichnen den Abschnitt, in dem alle Verkehrsteilnehmer gleichgestellt sind und eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 20 km/h herrscht. „Nachdem bereits Kiss & Go- Zonen vor der NMS eingerichtet sowie ein Plateau mit roten Markierungen an der Kreuzung Alois Mayer-Gasse / Pummergasse umgesetzt wurde, möchten wir mit der Begegnungszone die Sicherheit für die Schüler weiter erhöhen“, erklärt Steinbichler. Auch die Schülerlotsen, die von Mitgliedern des Purkersdorfer Seniorenbunds gestellt werden, tragen ihren Teil dazu bei.

Begegnungszone soll Sicherheit für Schüler erhöhen 

Problem sei allerdings nach wie vor, dass viele Eltern ihre Kinder mit dem Auto direkt vor die Schule bringen und dort aussteigen lassen. Das dürfte kurz vor Schulbeginn vor allem im Bereich Alois Mayer-Gasse / Pummergasse zu regelrechtem Verkehrschaos führen, wie Edmund Cvak, Schülerlotse und Obmann vom Seniorenbund Purkersdorf, berichtet. „Wegen Corona gibt es für die Volksschüler einen zweiten Eingang über die Alois Mayer-Gasse, den jetzt gefühlte 85 Prozent benutzen. Die Volksschüler vermengen sich zudem noch mit den NMS-Schülern. Hier muss eine Lösung gefunden werden.“ Diesbezüglich gab es bereits Gespräche mit Vizebürgermeister Andreas Kirnberger, der sich um eine optimale Lösung bemüht.

„Erhoffe mir mehr Bewusstsein, Verkehrsberuhigung und mehr Sicherheit.“ Andreas Kirnberger über seine Erwartungen an die Begegnungszone

Eine Ursache für das Verkehrschaos sieht er unter anderem bei der Fußgängerüberquerung, die wegen der Öffnung des zweiten Eingangs jetzt von mehr Schülern genutzt werde. „Die Autofahrer müssen länger warten, und es kommt zu einem Rückstau“, so Kirnberger. Von der Begegnungszone erhofft er sich, „mehr Bewusstsein der Autofahrer, dass hier Kinder unterwegs sind, Verkehrsberuhigung sowie mehr Sicherheit für die Schüler.“

Auch mit der Aktion „Coole gehen zur Schule“ des Elternvereins der Volksschule sollen die Kinder animiert werden, zu Fuß zur Schule zur gehen. Wer nicht mit dem Auto in die Schule kommt, bekommt täglich einen Punkt für die Klasse. Die Siegerklasse darf sich am Ende des Jahres über einen Preis freuen. Für nächstes Jahr ist bereits eine weitere Aktion geplant. „Gemeinsam mit den Elternvereinen der NMS und Volksschule möchten wir die Straßenmalaktion auf die Alois Mayer-Gasse ausweiten. Das einzige Problem ist, dass wir die Straße nicht so lange sperren können, weil das die einzige Möglichkeit für Lkws ist, den Hauptplatz zu verlassen“, so Steinbichler abschließend.

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