Tullnerbacher „Soulhouse“: Selbstheilung ist wesentlich. Im alten Forsthaus in Tullnerbach kann man mit den Inhabern von „Soulhouse“ auf Seelenreise gehen.

Von Monika Närr. Erstellt am 12. September 2021 (06:27)
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Die Inhaber von „Soulhouse“ begleiten Ratsuchende auf ihrer Seelenreise. Im Stiegenhaus ist eine Galerie ihrer Zertifikate zu sehen, viele davon haben sie in der Tao Academy erworben.
Monika Närr

„Wir setzen beim Chef an, nicht beim kleinsten Angestellten“, so Eva Cornelia Kuntze, die gemeinsam mit Lebenspartner Reinhard Fuchs seit zwei Jahren das „Soulhouse“ im alten Forsthaus leitet. Der Chef ist nach ihrer Erkenntnis und Vorgehensweise bei den Beratungen die Seele, gefolgt von den Ebenen Herz, Geist, Energiefluss im Körper und dem physischen Körper erst als letzte der fünf Ebenen.

„Heilung passiert, wenn wir viel positive Energie dorthin bringen, wo zuvor etwas im Ungleichgewicht war.“ Eva Cornelia Kuntze

„Leider verwehrt sich die Schulmedizin oft den Blick auf mehr“, ergänzt Fuchs dazu. Und weiter: „Für eine allumfassende Heilung muss man hierarchisch durch alle Ebenen durchdringen. Und auch wenn man Unterstützung bekommt, ist die Selbstheilung immer die wesentliche treibende Kraft.“

„Über unseren Beratungen steht die Überschrift Seelenreise. Heilung passiert, wenn wir viel positive Energie dorthin bringen, wo zuvor etwas im Ungleichgewicht war. Wir unterstützen also dabei, gespeicherte negative Informationen ins Positive zu transformieren“, führt Kuntze aus.

Seele und Ruf nach Kanada gefolgt

Die Methodik dazu haben sie vor allem bei Master Sha erlernt, einem chinesischen Weisheitslehrer, der sowohl ausgebildeter Schul- als auch TCM (Traditionelle Chinesische Medizin)-Mediziner ist und Meister in weiteren alten fernöstlichen Techniken. Master Sha, der in China, Taiwan und Kanada wirkte, ist auf Akupunktur spezialisiert und so erfolgreich, dass ihm die Chinesen eine Klinik bauen wollten.

Er folgte aber seiner Seele und damit seinem Ruf nach Kanada, um in die Welt hinaus zu wirken. Dazu gründete er auch die internationale Tao Academy als Ausbildungs- und Zertifizierungsstätte.

„Tugend ist im Himmel, was auf Erden Geld ist“

„Die Ausbildung ist nicht getrennt von dir“, so Kuntze, „du musst auch an dir und deinen Themen arbeiten“, so die studierte Medientechnikerin, die die Tao Academy „als die schwierigste Ausbildung meines Lebens“ bezeichnet. „Es geht um die Herzöffnung“, so der studierte Mathematiker Fuchs, der vor neun Jahren ein buddhistisches Zentrum in Wien mitgründete, 20 Jahre ein Selbsterfahrungsinstitut leitete und ausgebildeter Lebens- und Sozialberater ist. „Viele Menschen haben schon erkannt, dass das unser globaler nächster Entwicklungsschritt auf diesem Planeten ist“, so Fuchs weiter.

Erst dadurch werde eine Entfaltung auf jener Ebene möglich, die Master Sha Seele, die Schamanen Spirit oder die Quantenphysik Information nennen, in der alles mit allem verbunden ist und systemisch wirkt.

Um aus dem großen gemeinsamen Urwissen, der Seelenwelt, zu schöpfen, bedarf es aber auch einer entsprechenden Wertehaltung: „Tugend ist im Himmel, was auf Erden Geld ist“, so Kuntze zum inneren Zugang.

„Von Anfang an willkommen“

Nach einem Erstgespräch mit Klienten wird festgelegt, ob bei der Arbeit Tao Hands auf Seelenebene, Guanyin als Lichtübertragung oder Kalligrafien als Verbindung zur Schöpferkraft zum Einsatz kommen. „Bei uns ist das chinesische Wissen nicht so etabliert wie das indische oder schamanische.“ Fuchs weiß, dass manche seiner Lehren in Europa nicht so leicht verdaulich ist. „Aber ich spürte immer, was dahinter steckt und folge seither diesem Weg“, betont er. Ab Anfang September treffen sich Gruppen wieder in Tullnerbach und Klienten sind sowohl zur Einzelarbeit als auch online willkommen.

Ins Forsthaus unterhalb des Bahnhofs fand das Paar Fuchs-Kuntze über ein Inserat in Willhaben. Sie lieben ihre großzügige Sechs-Zimmer-Wohnung, in der sich Privatleben und Arbeit gut verbinden lassen. Und nach vielen Jahren in Wien schätzen sie das Leben im Grünen und mit Tieren um sich. „Alles ist einfach hier, alle sind freundlich, wir fühlten uns vom ersten Augenblick an willkommen in Tullnerbach“, gaben sie der NÖN zum Abschluss mit auf den Weg.