Region Purkersdorf: Obergrenze nur selten erreicht. Freibäder in der Region Purkersdorf haben Betrieb eingestellt. Die NÖN blickt auf eine herausfordernde Sommersaison zurück.

Von Birgit Kindler, Melanie Baumgartner und Nadja Büchler. Erstellt am 16. September 2020 (04:00)
Etwa ein Drittel weniger Besucher verzeichnete das Strandbad Pressbaum in der diesjährigen Saison.
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Die drei Bäder in der Region sind geschlossen. In Pressbaum wurde das Bad aufgrund eines Coronafalles bereits Anfang September gesperrt, und auch im Gablitzer Bad war bereits zum Ferienende Badeschluss. Bis vergangenen Sonntag war das Purkersdorfer Freibad noch geöffnet.

Obwohl die Coronakrise die Freibadbetreiber heuer vor besondere Herausforderungen stellte, kamen ins Purkersdorfer Wienerwaldbad mehr Gäste als Werner Prochaska von der Wipur gerechnet hätte. „Es ist nicht so schlecht gelaufen, wie ich befürchtet hätte.“ Dennoch sei die Obergrenze von 800 Personen lediglich zweimal erreicht worden. „Ab 15 Juni gab es von der Regierung diesbezüglich keine Empfehlungen mehr, wir behielten die Obergrenze aber bei“, informiert Prochaska. Das Abstandhalten sieht der Geschäftsführer der Wipur aber ausbaufähig. „Viele Besucher haben sich nicht daran gehalten. Wenn die Bademeister darauf aufmerksam gemacht haben, bekamen sie meist dumme Antworten zu hören.“

„Aufgrund des heißen Wetters und weil die Wiener Bäder voll waren, sind viele Wiener nach Gablitz ausgewichen“

Besonders herausfordernd war die Coronasituation auch in der Nachbargemeinde Gablitz. „Mit zusätzlichem Personal und Disziplin unserer Gäste haben wir das aber sehr gut gemeistert“, sagt der Gablitzer Bürgermeister Michael Cech. Nur wenige Male mussten Empfehlungen wegen der Sicherheitsmaßnahmen ausgesprochen werden. An zwei Tagen musste das Bad für zusätzliche Gäste – mehr als 300 – geschlossen werden, um weiter den Sicherheitsabstand zu garantieren. „Aufgrund des heißen Wetters und weil die Wiener Bäder voll waren, sind viele Wiener nach Gablitz ausgewichen“, so Cech. Im Vergleich zum Vorjahr geht er aber von etwas weniger Besuchern aus. Neben den Coronamaßnahmen hätte sich auch das extrem unbeständige Wetter auf die Besucherzahlen ausgewirkt.

Geplant war – trotz des jetzt noch warmen Spätsommerwetters – die Schließung zu Ferienende. „Da die Erfahrung dann eine stark sinkende Besucherfrequenz zeigt“, weiß Cech. Wie jedes Jahr werden jetzt Reparaturen im Bad durchgeführt und außerdem ist geplant, eine zusätzliche Photovoltaik-Anlage zu installieren.

Keine Sanierungen sind hingegen im Pressbaumer Strandbad notwendig, meint Peter Svoboda von der Pkomm. Auch hier sei die Herausforderung gewesen, ein stringentes Hygiene- und Sicherheitskonzept für die Badegäste zu erstellen und durchzuhalten. Im Vergleich zum Vorjahr haben etwa ein Drittel weniger Badegäste das Strandbad besucht. „An einigen der heißen Sommertage konnte das coronabedingte Limit von knapp unter 300 Badegästen erreicht werden. Die Badegäste waren sehr diszipliniert, rücksichtsvoll und aufmerksam. Ein großes Dankeschön bei der Mithilfe unserer Maßnahmen“, zeigt sich Svoboda erfreut. Ein zusätzliches Team an Praktikanten half dabei, die notwendigen Maßnahmen zu gewährleisten.

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