Stadt-Schulden steigen 2018 leicht an. Budget Mehrheit beschloss das Rechenwerk der Stadtgemeinde. Kritik von ÖVP wegen Kanal- und Wassergebühr. Land lobt Purkersdorf.

Von Martin Gruber-Dorninger. Erstellt am 07. Dezember 2017 (05:48)
NOEN, Gruber-Dorninger
Das Sparschwein ist zwar so groß wie nie, dennoch wurde der Rotstift etwas sanfter angesetzt als in den Jahren zuvor: Bürgermeister Karl Schlögl und Finanzstadtrat Karl Pannosch.

Erstmals seit längerer Zeit wird sich der Schuldenstand von Purkersdorf erhöhen, das aber minimal. Der Gemeinderat stimmte sowohl dem Nachtragsvoranschlag für heuer sowie dem Voranschlag für 2018 mehrheitlich zu. Enthaltungen gab es von den Mandataren der ÖVP, Liste Baum & Grüne sowie NEOS.

Die Opposition trat ziemlich geschwächt bei der Gemeinderatssitzung an. Von der ÖVP waren gar drei Fünftel der Mandatare aus beruflichen oder gesundheitlichen Gründen verhindert, bei der Liste Baum & Grüne fehlte ebenso eine Person.

Enthaltung bei ÖVP, NEOS und Liste B&G

Dementsprechend mager fiel auch die Debatte über das Budget aus, auch weil Finanzstadtrat Karl Pannosch überzeugend darlegen konnte, dass die Prüfer vom Land Niederösterreich nichts an den Rechenspielen der Stadtgemeinde zu bekritteln hatten.

Einen Kritikpunkt gab es dennoch seitens der ÖVP, dargelegt von Obmann Andreas Kirnberger: „Wir können dem Budget nicht zustimmen, da unserer Meinung nach die Überschüsse, die aus den Kanal- und Wassergebühren erwirtschaftet werden, nicht zur Finanzierung anderer Posten herangezogen werden sollten.“

Im kommenden Jahr rechnet die Stadtgemeinde mit leicht erhöhten Einnahmen. Im Außerordentlichen Haushalt für 2018 sind die größten Finanzbrocken für die Dorf- und Stadterneuerungen, den Straßenbau, die Errichtung einer Brücke und den ersten Teil des Wienerwaldbades vorgesehen.

Den größten Teil im Ordentlichen Haushalt machen die Kosten im Schul- und Sozialbereich aus. „Wir haben für die Schulen, Horte, Kindergärten, Musikschulverband und Stadtbibliothek einen Gesamtnettoaufwand von fast 3 Millionen Euro“, rechnet Bürgermeister Schlögl vor.