Thessink und Molden: Outlaw-Songs und Gaunerlieder. Hans Thessink und Ernst Molden verschmelzen musikalisch und thematisch.

Von Ernst Jauck. Erstellt am 26. November 2018 (10:46)

Auf den ersten Blick ein ungewöhnliches Duo, Hans Theessink – ein Holländer über Dänemark nach Wien gekommen, weltweit anerkannt in Sachen Blues unterwegs – beziehungsweise Ernst Molden – früher auf den Spuren von Tom Waits und Charles Bukowski; seit vielen Jahren verpasst er dem etwas angestaubten Wienerlied einen neuen Anstrich.

Gemeinsame Tribut-Abende für Johnny Cash, Woody Guthry oder Georg Danzer legten den Grundstein zu dieser internationalen Zusammenarbeit. Die Vorlieben des dynamischen Duos sind Geschichten über Outlaws, Strizzis, Honky Tonk Women und andere GaunerInnen.

Raubersgschichten aus dem Mississippi-Delta oder aus dem Wienerwald, die „Kundschaft“ in den Texten hat viele Ähnlichkeiten, die Musik auch.

Blues und Wienerlied werden mit Akribie, höchster Musikalität und vor allem mit sehr viel Gefühl verwoben. Im Wechselspiel werden auf englisch und wienerisch die Höhen und Tiefen des Lebens besungen. Der Genuss liegt dabei irgendwo in der Mitte, sehr zur Freude des Publikums in der nahezu ausverkauften Bühne Purkersdorf.