Region Purkersdorf: Impfungen in Zeitfenstern. In den Alten- und Pflegeheimen der Region starten die Corona-Schutzimpfungen. Die Bereitschaft, sich impfen zu lassen ist ebenso hoch wie die logistische Herausforderung.

Von Nadja Büchler und Melanie Baumgartner. Erstellt am 13. Januar 2021 (03:00)
Auch in den Pflegeheimen der Region Purkersdorf wird mit den Impfungen begonnen.
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Sie sind derzeit in aller Munde – die Corona-Schutzimpfungen. Auch in der Region Purkersdorf ist der Impfstoff bereits angekommen. Die NÖN hat sich umgehört, wann wo geimpft wird.

Im SeneCura Sozialzentrum Purkersdorf wollte man ursprünglich vergangenes Wochenende mit den Impfungen starten – diese mussten allerdings verschoben werden. Grundsätzlich wären für den ersten Termin 59 Personen angemeldet gewesen, heißt es vonseiten des SeneCura Purkersdorf. Ende Jänner ist aber bereits eine zweite Runde geplant, bei der die Hausärztin sowohl Bewohner als auch Mitarbeiter impfen wird.

Zweite Runde für Ende Jänner geplant

Im Gablitzer Marienheim starten die Impfungen heute Mittwoch, nachdem gestern Nachmittag der Impfstoff von Biontech/Pfizer geliefert wurde. Geimpft wird in vorher definierten Timeslots und nach einem genauen Schema. Dadurch soll ermöglicht werden, um einerseits „in der zur Verfügung stehenden Zeit möglichst viele Personen zu impfen und um andererseits auch der begrenzten Haltbarkeit des Impfstoffes (sechs Stunden, Anm.) im Mehrdosenbehältnis nach erstmaliger Öffnung Rechnung zu tragen“, erklärt Josef Kreimer, Einrichtungs- und Heimleiter des Marienheims Gablitz. Durchgeführt werden die Impfungen von den beauftragten Ärzten, den Allgemeinmedizinern Peter Balas, Nicole Schablas und Ingrid Nemeth. Damit ist auch die sofortige notfallmedizinische Hilfe gewährleistet, falls es zu einer kritischen Impfreaktion kommen sollte, informiert Kreimer.

Die Impfbereitschaft ist laut dem Heimleiter grundsätzlich hoch – sowohl bei Bewohnern, Mitarbeitern und den geistlichen Schwestern. Bis zu Redaktionsschluss waren die Erhebungen noch am Laufen.

Kreimer erhofft sich durch die Impfungen etwaige Lockerungen der Schutzvorkehrungen für die Heimbewohner. „Dass wir unsere Bewohnerinnen und Bewohner wieder in ein besseres leben mit intensiveren, längeren und häufigeren Sozialkontakten und interessanten Freizeitmöglichkeiten zurückbegleiten dürfen“, erhofft sich Kreimer.

Grundsätzlich gehen die Bewohner des Marienheims mit den derzeit geltenden Verordnungen unterschiedlich um. „Manche leiden unter den gesetzlich auferlegten und in der aktuellen Situation auch unzweifelhaft notwendigen Besuchsbeschränkungen - etliche haben sich schon bravourös in Skype und anderen Videotelefonieformaten versucht; andere vermissen die Veranstaltungen und die wohnbereichsübergreifenden Aktivitäten mit unseren Seniorenbetreuerinnen mehr“, erzählt der Heimleiter.

„Organisation ist Herausforderung“

Im SeneCura Sozialzentrum Pressbaum werden die Impfungen von 19. bis 21. Jänner vorgenommen. „Die Organisation ist eine logistische Herausforderung und benötigt viel Zeit. Die zweite Teilimpfung findet in der zweiten Februarwoche statt und wird bei den Vorbereitungen gleich mitorganisiert“, erklärt Pflegedienstleiterin Claudia Götz. Ab 28. Dezember wurden die Bewohner, ihre Angehörigen sowie die Erwachsenenvertreter über den Impfstart informiert und zugleich die notwendige Einverständniserklärung übermittelt. Geimpft wird von den SeneCura-Hausärzten. Diese kennen die Bewohner und ihre Krankengeschichte. Von den 128 Bewohnern lassen sich etwa 90 Prozent impfen.