Region Purkersdorf: Massentests stehen bevor. Gemeinden planen derzeit auf Hochdruck die Durchführung der Schnelltests, die am 12. und 13. Dezember stattfinden. Personalfrage wird dabei zur größten Herausforderung.

Von Renate Hinterndorfer, Markus Huebmer, Kristina Veraszto und Melanie Baumgartner. Erstellt am 02. Dezember 2020 (03:52)
Die Testung der Bevölkerung findet am 12. und 13. Dezember statt. In jeder Gemeinde soll es eine Teststraße geben.
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Die Vorbereitungen für die Corona-Schnelltests laufen auf Hochtouren. Im Bezirk St. Pölten wird die Zahl der Testwilligen auf rund 60.000 geschätzt. „Darauf wird man die Kapazitäten ausrichten müssen“, sagt Bezirkshauptmann Josef Kronister. Die Testung der breiten Bevölkerung findet am 12. und 13. Dezember statt. Ziel ist, dass es in jeder Gemeinde eine Teststation gibt. In größeren Gemeinden wird man mehrere Teststraßen benötigen.

So etwa in Purkersdorf, wo es fünf Teststraßen geben wird. „Geplant sind aus heutiger Sicht drei Teststraßen im Stadtsaal sowie zwei im Pfarrheim, wir haben von der Pfarre allerdings noch keine Zusage“, erzählt Bürgermeister Stefan Steinbichler. Die größte Herausforderung wird allerdings sein, genügend freiwilliges Personal zu finden. „Wir brauchen in Purkersdorf rund 60 Freiwillige. Das medizinische Personal wird von Samariterbund und Rotem Kreuz zur Verfügung gestellt“, sagt Steinbichler.

„Wir brauchen in Purkersdorf rund 60 Freiwillige. Das medizinische Personal wird von Samariterbund und Rotem Kreuz zur Verfügung gestellt“

In Tullnerbach wird es eine oder zwei Teststraßen geben. Bürgermeister Johann Novomestsky hat am Montag alle möglichen Räumlichkeiten besichtigt. Die genauen Standorte sollen Mittwochmittag bekannt gegeben werden. Der Ortschef ist zuversichtlich, dass die Bevölkerung die Massentests nutzen wird. „Man kann es nur abschätzen. Ich denke, dass von 2.700 Einwohnern ohne Zweitwohnsitzer und Kinder 1.000 bis 1.200 zu den Tests kommen werden“, so Novomestsky.

Auch in Gablitz wird es zwei Teststraßen geben. Diese sollen in der Festhalle und in der Glashalle eingerichtet werden. „Dort können wir die Abstandsregeln und die Einbahnregelung garantieren“, erklärt Bürgermeister Michael Cech. Der Ortschef rechnet damit, dass sich rund die Hälfte der Gablitzer testen lassen wird.

In Pressbaum sind vier bis sechs Teststraßen im Gespräch. Wie Bürgermeister Josef-Schmidl-Haberleitner erklärt, wird derzeit überprüft, ob diese in der Volksschule in Kombination mit dem Stadtsaal und in der Neuen Mittelschule installiert werden können. Je zwei bis drei Teststraßen soll es an den zwei Standorten geben.

Einsatzkräfte werden Gemeinden unterstützen

Die größte Herausforderung sei aber die Personalfrage. Neben den Gemeindemitarbeitern, die im Einsatz stehen werden, haben zum Beispiel das Rote Kreuz und die Feuerwehr ihre Unterstützung zugesagt. Laut Bürgermeister müsse aber auch die Bereitschaft der Einsatzkräfte im Notfall gegeben sein, sodass nicht alle bei den Tests vor Ort sein können. „Das muss man dann logistisch bedenken“, sagt der Stadtchef. Für die sechs Teststraßen würden an die 100 Personen benötigt werden.

Wo die Teststraße in Wolfsgraben eingerichtet wird, stand mit Redaktionsschluss noch nicht fest. Einer von zwei möglichen Standorten wird demnächst festgelegt. Bürgermeisterin Claudia Bock führt diese Woche die Gespräche. In Mauerbauch soll in der Schlossparkhalle getestet werden. „Das ist der einzige Ort, wo wir ausreichend Platz haben“, erklärt Bürgermeister Peter Buchner. Zudem äußerte der Ortschef eine große Sorge: „Ich hoffe, dass wir genug medizinisches Personal bekommen.“

Für die Testung des Bildungspersonals am kommenden Wochenende ist eine Station in der Stadt St. Pölten und eine im Bezirk St. Pölten vorgesehen: Im VAZ und in der Sporthalle Herzogenburg. Wegen der günstigen Verkehrslage ist die Wahl auf Herzogenburg gefallen. „Dort wird es drei Teststraßen geben. Die Tests werden Sanitäter des Bundesheers durchführen“, erklärt Bezirkshauptmann Josef Kronister. Sollte es zu Personalengpässen kommen, müsse man Rotes Kreuz und Samariterbund um Unterstützung ersuchen. Im Bezirk sinken derzeit die Corona-Zahlen: Zu Wochenbeginn waren 727 Personen infiziert, 1.528 waren in Absonderung.

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