Die Biber sind am Wienfluss sehr aktiv. Plage? / An den Ufern des Wienflusses haben Biber zahlreiche Bäume angenagt. Leider knabbern sie auch immer wieder Obstbäume an.

Von Ernst Susicky. Erstellt am 09. April 2014 (23:59)
Durch die gefällten Bäume können bei Hochwasser Verklausungen entstehen, die das Wasser dann am Abfließen hindern und noch mehr Material anstauen.
NOEN, Naturpark Purkersdorf
PURKERSDORF / Einen Vorfall wie auf der Wiener Donauinsel, wo ein Biber einen Hund angefallen hat, hat es entlang des Wienflusses Gott sei dank noch nicht gegeben. Allerdings sind die Nager auch in der Region Purkersdorf sehr aktiv unterwegs.

„In den 1980er-Jahren wurden die Tiere in den Donauauen wieder angesiedelt“, weiß Susanne Käfer vom Naturparkbüro Wienerwald. Da sie keine natürlichen Feinde haben, sind es immer mehr geworden, die dann auch in andere Gebiete, wie eben den Wienfluss, ausgewandert sind.

Käfer: „Am Wienerwaldsee gibt es sie seit gut zehn Jahren“

Sie knabbern die Bäume entlang des Wienflusses an, manchmal vergreifen sie sich auch an Obstbäumen in angrenzenden Gärten. Hier rät Käfer zu Schutzmaßnahmen mit einem Gitter, das man um den Stamm wickelt. Eine Garantie, ob das auch funktioniert, könne sie aber nicht geben, so Käfer, die allerdings davon überzeugt ist, dass jede Art von Abzäunung hilfreich ist.

Ein Problem sieht sie nicht nur bei den angeknabberten und gefällten Bäumen. „Die Tiere graben auch Tunnel in die Böschungen. Wenn dann das Wasser steigt, kommt es in die Gänge in den Böschungen und das Böschungsmaterial wird rausgespült. Darauf muss man, neben den Verklausungen bei Hochwasser besonders Acht geben.“