Diskussion über neue Gestaltung des Gablitzer Zentrums. Zum vierten Mal ging es in der Glashalle um das Projekt Dorfentwicklung.

Von Marlene Trenker. Erstellt am 17. April 2019 (04:06)
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Bürgermeister Michael Cech versuchte auch, so gut es ging, die Bedenken der Gablitzer zu besänftigen.

Kein Projekt spaltet den Ort mehr als das zur Zentrumsentwicklung. Beim vierten Workshop waren daher die Emotionen deutlich spürbar. Interesse hatten auf jeden Fall viele Gablitzer, denn mehr Menschen hätten nicht mehr in die Glashalle gepasst. Das Schreckgespenst Wohnbauten war während des gesamten Workshops allgegenwärtig.

„Es gibt einen Bebauungsplan und gewisse Richtlinien, an die sich die Gemeinde halten muss“, versichert Bürgermeister Michael Cech zu Beginn. Architekt Thomas Kreiner moderiert. „Es geht darum, wie wir zu Ideen kommen ohne politischen Einfluss“, sagt Kreiner. Zwei Projekte haben es in die Endrunde geschafft. Die Entscheidung für diese beiden Projekte wurde einstimmig von der Jury gefällt. Diese setzte sich aus Gemeinde, Bundesforste und Kongregation zusammen.

„Es gibt einen Bebauungsplan und gewisse Richtlinien, an die sich die Gemeinde halten muss.“ Bürgermeister Michael Cech

Bei dem ersten Projekt sollen ungefähr 156 Wohnungen entstehen. Der Plan des Gablitzer Unternehmens „Franz & Sue“ sieht aber trotzdem vor, dass möglichst wenig verbaut wird.

Hier tauchte auch die Frage auf, ob eine Veranstaltungshalle zwingend notwendig ist für den Ort. „Die Festhalle bei der Volksschule ist zu 140 Prozent ausgelastet. Auf Dauer ist das nicht mehr machbar. Außerdem können wir nicht auf längere Zeit den Turnsaal der Volksschule derart zweckentfremden“, erwidert Cech.

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Alle Beteiligten standen den vielen Besuchern Rede und Antwort in der Glashalle.

Anschließend wurde das zweite Projekt präsentiert. Hier lautet das Motto „alle Wege führen in das neue Ortszentrum“. Hier bei soll es sich um ein Zentrum handeln, das auch Platz für Gastronomie, Platzkonzerte und den Bauernmarkt bietet. Im Zuge dieser Präsentation kam die Frage auf, warum die alten Gebäude bei dem Kloster abgerissen wurden. Diese seien jedoch nicht von historischem Wert.

„Alle Wege führen in das neue Ortszentrum“

Bürgermeister Cech betont in diesem Zusammenhang, dass der Klosterhof nicht zum öffentlichen Raum gehört. „Das Kloster hat sich ohnehin schon mehr geöffnet, als es müsste. Sie brauchen aber nach wie vor ihre Rückzugsmöglichkeit“, so Cech. Er erinnert sich dabei auch an seine eigene Kindheit, als diese Offenheit noch nicht da war. „In meiner Kindheit war der Klosterhof geschlossen und niemand konnte hinein“, erinnert sich Cech.

Ein ungefährer Zeitplan steht ebenfalls bereits. Die entsprechenden Widmungen soll es noch vor dem Sommer geben. Eine Bebauung könnte dann ab 2020 stattfinden mit einer Bauzeit von 18 Monaten.

Gottfried Lamers von den Grünen sieht das Projekt mit eher kritischen Augen. Er hätte sich eine eher organische Entwicklung gewünscht. „Diese wäre auch möglich gewesen. Man hätte nicht gleich alles wegfegen müssen“, so Lamers.

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