25 Jahre vollster Einsatz in Pressbaum. Die schwierigste Art der Fortbewegung ist das In-sich-Gehen. Karin und Christian Voggeneder bieten in der Zukunftsschmiede Unterstützung für Suchtkranke an.

Von Nadja Büchler. Erstellt am 23. Mai 2019 (03:20)
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Das 25-jährige Jubiläum der Zukunftsschmiede feierten auch (v. l.) Rainer Floreder, Wolfgang Tockner, Any Cutic, Günter Peukert und Omar Sarsam.

Die Zukunftsschmiede feierte ihr 25-jähriges Bestehen. Unter der Leitung von Karin und Christian Voggeneder wird psychoanalytisch orientierte, stationäre Psychotherapie zur Behandlung von Abhängigkeitserkrankungen angeboten.

Joni Madden, Andy Cutic und die gemeinsame Tochter Katelynn eröffneten die Feier musikalisch.

Die Drogenkoordinatorin des Landes Niederösterreich, Ursula Hörhan, Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister und Friedrich König vom Justizministerium gratulierten dem Ehepaar Voggeneder und allen Mitarbeitern für ihren Einsatz. Der Rückblick der letzten 25 Jahre zeigte, wie aus einem einjährigen Projekt, eine erfolgreiche Institution wird.

Erfolgreiches Projekt seit 25 Jahren

Während ihres Studiums besuchten Karin und Christian Voggeneder in ihren Ferien regelmäßig afrikanische und arabische Länder. Die Erlebnisse ihrer Reisen lehrten ihnen Durchhaltevermögen und Vertrauen. Eigenschaften, die sie in all den Jahren gut brauchen konnten.

Nadja Büchler
Für die musikalische Gestaltung der Feierlichkeiten sorgten (v. l.) Andy Cutic, Joni Madden, Wolfgang Tockner und Katelynn Cutic.

Mit dem Hilferuf dreier suchtkranker, obdachloser Personen beginnt 1993 die Geschichte der Zukunftsschmiede. Die Eltern von Christian Voggeneder waren maßgeblich an der Entstehung beteiligt und unterstützten das Projekt mit ganzem Herzen.

Anfangs ein in erster Linie ehrenamtlich geführtes und zeitlich begrenztes Projekt, wurde das Land NÖ auf sie aufmerksam. Es unterstützte die Voggeneders beim Bewilligungsverfahren für eine Sozialhilfeeinrichtung. Drei Jahre später war es soweit.

Große Nachfrage nach Betreuungsplätzen

Wegen der großen Nachfrage an Betreuungsplätze wurden die Unterkünfte mehrmals zu klein. 1998 ermöglichte der Umzug nach Pressbaum, neue Patienten aufzunehmen.

Seitdem wurden neben dem Bestandsgebäude weitere Häuser errichtet, und 2017 konnte nach zweijähriger Bauzeit die Fertigstellung der Modernisierung der gesamten Station gefeiert werden. An die 4.000 Patienten wurden in den vergangenen 25 Jahren betreut. Viele davon haben den Weg zurück zu einem suchtfreien Leben geschafft.

Nach dem Fachvortrag von Henriette Löffler Stastka sorgte Kabarettist und Arzt Omar Sarsam für Lacher. Joni Madden und Band beendeten das Fest-Programm.

Die Gemeinde Pressbaum war durch Bürgermeister Josef Schmidl-Haberleitner, Kurt Heuböck und Irene Heise vertreten.