Bibliothek in Pressbaum hat sich etabliert. Im ersten Jahr ihres Bestehens konnte die Bücherei nur an 148 Tagen öffnen. Geschadet hat es der Popularität nicht. Steigende Mitgliederzahlen bestätigen ihr Wirken.

Von Nadja Büchler. Erstellt am 24. Januar 2021 (03:08)
Bibliothekarin Sonja Lötsch und das ehrenamtliche Team sind auch im Lockdown im Einsatz. Neu ist der Gutschein für eine Jahresmitgliedschaft der Bücherei.
Nadja Büchler

Trotz der Covid-bedingten Einschränkung konnte sich die Stadtbibliothek Pressbaum seit Anbeginn etablieren. Das liegt einerseits am großen Interesse in der Region und anderseits am Engagement von Bibliothekarin Sonja Lötsch und den sechs ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen, die seit Anfang an dabei sind.

„Ich freue mich sehr über den Einsatz meines Teams und möchte mich dafür herzlichst bedanken“, unterstreicht Lötsch das Engagement.

Veranstaltungen für Erwachsene in Planung

Eine Vielzahl an Veranstaltungen war geplant, aber von ihnen konnte nur ein kleiner Teil bis zum ersten Lockdown im Frühling umgesetzt werden. Ein Programm für Erwachsene gehört zu den Zielen für 2021.

In den großen Ferien nahmen viele Kinder beim Sommer-Leseclub teil. Die Abschlussveranstaltung inklusive Überreichung der Urkunden und kleinen Geschenke fand auf der Zick-Zack-Wiese hinter der Volksschule statt.

Die Zusammenarbeit mit den örtlichen Schulen ist Lötsch sehr wichtig. In den ersten Monaten nutzten viele Schulklassen die Angebote der Bibliothek.

Die Kinderbuchreihe „Die Schule der magischen Tiere“ und die Geschichten rund um „Harry Potter“ zählten 2020 zu den Lieblingsbüchern der jungen Leser. „Kinder ziehen fantastische Erzählungen den realistischen vor. Bei Erwachsenen führen Krimis und Belletristik die Favoriten an“, erklärt die Bibliothekarin.

Bücher sind Rückzugsorte

Die themenbezogenen Räumlichkeiten der Bibliothek fanden bei den Lesern großen Anklang. Vor allem das Kinderzimmer wurde gerne und oft genutzt. 

In den Wochen zwischen den Lockdowns haben sich über 100 neue Leser für eine Mitgliedschaft entschieden. „Man merkt, dass die Menschen wieder gerne auf Bücher zurückgreifen. Ein Buch kann Schranken überwinden, man kann mit ihm woanders hinreisen oder sich Trost und Rat holen“, ist Lötsch von der Sinnhaftigkeit des Lesens überzeugt.

Seit Herbst kann während der Bibliotheksschließung das angebotene Lieferservice von den Mitgliedern genutzt werden. Die Bücher können im Online-Katalog vorgemerkt werden und kommen per Lieferservice bis zur Haustür. Die Covid-bedingten Schließungen der Bibliothek werden den Jahreskarten automatisch gutgeschrieben. Alle Jahreskarten-Besitzer haben, auch im Normalbetrieb, zusätzlichen Zugang zur Onleihe noe-book.at.

2021 soll die Erweiterung des Medien-Bestands fortgeführt werden. Mit dem Veranstaltungskalender wartet Lötsch noch auf bessere Planungssicherheit.