Vergewaltigung in Gablitz war frei erfunden

Erstellt am 20. Januar 2022 | 09:13
Lesezeit: 2 Min
Die Polizei nahm den Verdächtigen fest
Polizei
Foto: APA (Symbolbild)
Mittels Phantombild suchte Polizei nach mutmaßlichem Vergewaltiger. Ermittlungen ergaben, dass das Opfer aber die Tat in Gablitz erfunden hat. Die vorgetäuschte Straftat führte zu einer hohen Verunsicherung innerhalb der Bevölkerung.
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Zahlreiche Hinweise gingen bei der Polizei ein, nachdem ein Phantombild eines mutmaßlichen Vergewaltigers veröffentlicht worden war. Der Mann auf dem Bild wurde verdächtigt, eine Frau in Gablitz geschlagen und vergewaltigt zu haben.

Doch: "Sämtliche Täterhinweise, zu denen Lichtbilder beschafft werden konnten, wurden dem vermeintlichen Opfer vorgelegt, wobei es den Täter nicht identifizieren konnte", heißt es dazu aus der Landespolizeidirektion.

Die von der Beschuldigten vorgetäuschte Straftat führte zu einer hohen Verunsicherung innerhalb der Bevölkerung von Gablitz.

Täter-Facebook-Profil vom Opfer registriert

Die umfangreich geführten Ermittlungen ergaben schließlich den Verdacht, dass die von dem vermeintlichen Opfer angezeigte Vergewaltigung  frei erfunden und vorgetäuscht worden war. Dieser Verdacht bestätigte sich schließlich, da sich herausstellte, dass die Täterprofile auf Facebook vom Opfer selbst registriert worden waren.

Frau bei Einvernahme geständig

Bei einer neuerlichen Einvernahme durch die Bediensteten des Landeskriminalamtes Niederösterreich, Ermittlungsbereich Sexualdelikte auf der Polizeiinspektion Gablitz zeigte sich die Frau schließlich geständig. "Den unbekannten Täter hat sie zur Gänze erfunden, diese Person existiert nicht. Das Motiv dürfte in der off-on Beziehung mit ihrem Ex-Lebensgefährten zu suchen sein", heißt es von der Polizei.

Die Frau wird wegen dem Verdacht der Vortäuschung einer mit Strafe bedrohten Handlung sowie wegen falscher Beweisaussage der Staatsanwaltschaft St. Pölten angezeigt.

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