Reinhard Nowak: Modemuffel im Hawaii-Hemd. Reinhard Nowak hat immer einen lustigen Spruch auf den Lippen. Dazu passt auch der Kleiderschrank des „Muttertag“-Stars.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 15. Mai 2019 (03:44)
Reuter
SchauspielerReinhard Nowaktraf Martina Reuter zum Fashiontalk in Purkersdorf.

Styleexpertin Martina Reuter traf anlässlich des 25. Jubiläums des Kultfilms „Muttertag“ Schauspieler Reinhard Nowak zum Fashiontalk in Purkersdorf. Überpünktlich und gut gelaunt erscheint Reinhard mit knalligem Hawaii-Hemd und coolen Sprüchen.

„Früher war ich tatsächlich total anders: lange Locken, Nickelbrille und ziemlich frech“, erzählt er. „Dieser Style war mein Markenzeichen. In der Schulzeit war ich fast rebellisch veranlagt. Als ich meine ersten Jobs als Schauspieler bekam, wurde meine prächtige lange Mähne kurzerhand von einem Regisseur abgeschnitten. Das war beim Casting. Die Rolle bekam ich trotzdem nicht“, lacht Reinhard.

„Als ich meine ersten Jobs als Schauspieler bekam, wurde meine lange Mähne kurzerhand vom Regisseur abgeschnitten.“ Reinhard Nowak

Der beliebte Schauspieler und Kabarettist mit Wiener Wurzeln ist mit Leib und Seele Modemuffel. „Irgendwann kam ein Freund zu mir und brachte mir einen Schwung Hawaii-Hemden mit.

Angeblich sind die bunten Farben besser für die Kameras als mein Lieblingslook: schwarzes Shirt und Jeans. Also habe ich den Hawaii-Look ausprobiert und ziehe ihn bis heute durch. Je nach Gewichtsschwankung sind die Blumen etwas breiter oder schmaler“, schmunzelt Reinhard. Sein Kleiderschrank ist voll mit bunten Hemden, Jeans und im Sommer gerne auch mit Flip Flops. Die trägt er natürlich ohne Socken, wie er betont.

„Ich musste auch mal im Latex-Outfit spielen und mich an Seilen aufhängen lassen“

Der vielseitige Schauspieler, der im Moment mit zwei Programmen parallel auf der Bühne steht, ist modetechnisch sehr offen, wenn es um bestimmte Rollen geht. „Ich musste auch mal im Latex-Outfit spielen und mich an Seilen aufhängen lassen“, lacht er. „Ich probiere gerne alles aus. Nur
privat finde ich diese spezielle Wäsche nicht so prickelnd. Ich verstehe nicht, wie man als Mann so etwas Enges, Gummiähnliches tragen kann.“

Mit aktuellen Trends kann Reinhard wenig anfangen. „Durch meine elfjährige Tochter bekomme ich ziemlich viel von den neuen Modetrends mit. Ich muss aber ehrlich gestehen, dass ich dabei merke, wie alt ich bin. Allein die Bezeichnungen und neuen Marken sind der Wahnsinn“, lacht er. Um dieses Thema geht es auch in seinem neuen Programm mit seinem Kollegen Roman Gregory „Voll am Start“.

„Die Bühnenoutfits stelle ich mir selbst zusammen“, sagt Reinhard. „Im Moment trage ich ein cooles, ärmelloses Baseballtrikot mit Kappe und Jogginghose, also ein typisches Teenager-Outfit. Super bequem und vor allem luftig. So schwitzt man kaum auf der Bühne. Ich finde, dass es nichts Schlimmeres gibt als sichtbare Schweiß flecken. Da bin ich sehr penibel, darauf achte ich extrem. Des wegen liebe ich auch meine
Hawaii-Hemden, denn da sieht man gar nichts“, lacht Reinhard.

„Mir geht es auf den Geist, wenn ich ständig die Pakete zurückschicken muss“

Auf die Frage, ob er online einkauft, folgt ein lautes Nein. „Mir geht es auf den Geist, wenn ich ständig die Pakete zurückschicken muss“, sagt er. „Ich geh lieber in Geschäfte rein und finde dort meine Styles. Ich stehe auf extravagante Mode und auf Looks, die nicht jeder hat. Deswegen schlage ich sofort zu, wenn ich etwas finde, was mir gefällt, vielleicht auch in doppelter Ausführung.“

Viel Zeit hat Reinhard im Moment nicht, denn die nächsten Wochen sind voll mit Auftritten. Dabei kommt er auch nach Niederösterreich. Sein Lieblings style, das Hawaii-Hemd, ist garantiert dabei.