Renato Zanella: Mit Disziplin an die Spitze. Star-Choreograf Renato Zanella steht für perfekte Körperbeherrschung. Dass er als Italiener einen besonderen Sinn für die schönen Dinge des Lebens hat, verriet er beim Talk.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 22. Mai 2019 (03:44)
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„Style, Ausstrahlung und Körperbeherrschung sind meine Superkräfte“, erzählte Renato Zanella Martina Reuter beim Fashiontalk.

Mit großer Freude traf Style-Expertin Martina Reuter den Star-Choreografen und Balletttänzer Renato Zanella zum Fashiontalk in Purkersdorf. Seit einem Jahr ist er der Direktor des Choreo Center Europe in St. Pölten und choreografiert weltweit viele erfolgreiche Produktionen.

Seit über 30 Jahren steht er auf der Bühne im Rampenlicht. Renato steht für Disziplin, perfekte Körperbeherrschung und einen extravaganten Style.

„Danke für die Einladung, das ehrt mich sehr. Ich selbst sehe mich gar nicht so als Fashion-Mensch. Aber ich gebe zu, ich liebe schöne Outfits. Wie du ja weißt, bin ich Italiener. Wir haben eine große Leidenschaft für die schönen Dinge des Lebens, wie zum Beispiel für Kunst, Mode oder gutes Essen,“ lacht Renato.

„Ich finde, an den Schuhen erkennt man, ob jemand Geschmack hat. Renato Zanella

Supercool, mit eng anliegendem, schwarz-weißem Hemd, einer schicken, schwarzen Stoffhose, rot gemusterten Socken und eleganten Schnürschuhen kommt er zum Interview.

„Meine Haare sind im Moment sehr wild, ich war lange Zeit auf Tour,“ erzählt Renato. „Deswegen hatte ich keine Zeit für den Friseur. Ich hoffe aber, dass ich mit meinen Locken ganz hip bin. Ich habe gelesen, dass Frauen als dritte Stelle auf die Haare achten. Ich probiere also jetzt mal diesen neuen Style aus,“ sagt er.

„Doch ganz gleich, wann und wo man mich trifft, ich bin immer irgendwie gestylt“

Renato arbeitet aktuell in St. Pölten, pendelt von Wien aus und ist viel unterwegs. Wenn er nicht auf der Bühne steht und tanzt, ist er gerne in seinem kleinen Garten in Niederösterreich und genießt dort die Ruhe und die Arbeit. „Doch ganz gleich, wann und wo man mich trifft, ich bin immer irgendwie gestylt“, erzählt er.

„Das steckt einfach in mir drin. Vielleicht liegt das auch an meinem Job, bei dem Disziplin an erster Stelle steht. Ich gebe trotzdem nicht viel für Mode aus. Mein heutiges Outfit kostet nicht mehr als 100 Euro,“ versichert er.

Natürlich kauft Renato auch gerne in Italien ein. Vor allem Schuhe sind dort einfach extravaganter. Er schaut sich aber auch bei großen Modeketten um. Hauptsache, der Look passt zu ihm. „Ich bin ein Farbmuffel und habe nur wenige bunte Sachen,“ erzählt er.

„Schwarz-weiß liegt mir mehr. Die Looks sollten aber immer einzigartig sein. Und was ich nicht so gerne mag, sind weiße Sneakers. Ich finde, an den Schuhen erkennt man, ob jemand Geschmack hat. Ich trage lieber coole Halbschuhe,“ verrät Renato.

„Schwarz-weiß liegt mir mehr. Die Looks sollten aber immer einzigartig sein.

Im Moment bereitet er sich auf eine Tournee in Italien mit Wolfgang Amadé vor und auf die Ausbildung von jungen Talenten am Europaballett in St. Pölten. „Ich arbeite sehr gerne mit jungen Menschen zusammen, die Lust an Bewegung und Tanz haben,“ erzählt Renato. „Wir bieten tolle Kurse und Ausbildungen in meinem choreografischen Zentrum an, für jedes Alter und jedes Talent. Das ist mein ganz persönliches, neues Baby.“

Der vierfache Vater verbringt viel Zeit mit seinen Kids. Auch wenn der fesche Italiener sonst sehr streng ist, bei seinen Kids gelingt ihm das nicht immer. „Meine zwei Kleinen sind super süß und total wild, meine Großen sind beide sehr kreativ und stehen schon mit beiden Beinen im Berufsleben. Ich habe die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben, dass einmal eines meiner Kinder in meine Fußstapfen tritt. Im Moment sieht es aber nicht danach aus,“ meint Renato.

Ihm ist es wichtig, dass man seine Kreativität und seine Leidenschaft auslebt. Das gilt auch für den eigenen Style. Ohne Leidenschaft und ohne eine persönliche Note fehlt der Mode der Schwung.