Tennislehrer sind lässig in Jogginghose unterwegs. NÖN-Style-Expertin Martina Reuter traf die Purkersdorfer Tennislehrer zum Gespräch über ihren bequemen Look und wie sie zum Sport gekommen sind.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 23. September 2020 (03:07)
Martina Reuter beim Fashiontalk mit den Tennislehrern Nenad Vladusic und Mischell Mikulan.
Reuter

Der Sommer 2020 war sportlich in Purkersdorf. Zumindest am Tennisplatz, über 80 Kinder haben innerhalb von sechs Wochen Tennis gespielt, gelacht und neue Freundschaften gefunden. Mit voller Leidenschaft und sportlicher Kompetenz waren die beiden Tennistrainer Nenad Vladusic (25) aus Wien und Mischell Mikulan (22) aus Purkersdorf täglich acht Stunden am Platz.

„Unsere Kleinsten sind vier Jahre alt, unsere Ältesten über 80 Jahre. Ich habe das große Glück, meine Leidenschaft, den Sport, auch beruflich zu machen"

„Ich bin seit letztem Sommer Tennistrainer in Purkersdorf. Ihr seid alle sehr sportlich hier“, lacht Nenad. Der coole Wiener, der jeden Tag nach Purkersdorf fährt, spielt seit 19 Jahren Tennis. Sport ist seine Leidenschaft. „Meine Eltern haben mich zum Glück immer sehr gefördert, seit dem ich sechs Jahr alt bin, spiele ich Tennis. Dazu gehört aber nicht nur die Sportlichkeit, sondern auch Disziplin und Verstand“, erklärt er. Gemeinsam mit seinem Kollegen Mischell Mikulan trainieren sie Jung bis Alt. „Unsere Kleinsten sind vier Jahre alt, unsere Ältesten über 80 Jahre. Ich habe das große Glück, meine Leidenschaft, den Sport, auch beruflich zu machen. Ich war auf dem Sportleistungszentrum in Sankt Pölten, spiele seit vielen Jahren Tennis und mache jeden Tag Sport. Normalerweise haben wir Montag bis Samstag Tennistraining, Sonntag ist schlägerfrei, aber nicht bei mir“, lacht der zwei Meter große Purkersdorfer.

Man trifft die zwei feschen Tennistrainer meistens in coolen Sportklamotten an: Bunt, lässig, cool! Privat sieht man sie kaum anders. „Ich liebe Jogginghose, aber cool und lässig geschnitten. Ich bin sehr groß, da muss ich schauen, dass mir die Hosen nicht zu kurz sind. Ich kaufe sehr gerne online ein. Privat oder beruflich, immer sportliche Styles“, so Mischell.

Nenad ist der „schickere Typ“ der beiden. „Ich liebe Anzüge, wenn es zum Anlass passt, ziehe ich auch mal gerne ein Sakko und schicke Schuhe an. Ich kaufe nur online ein, das geht schnell und ich weiß genau, was ich will und finde es auch schneller“, lacht Nenad.

„Bereiten jede Stunde individuell vor“

Der Job als Tennistrainer findet nicht nur am Platz statt, da für braucht es viel Vorbereitung. „Wir machen Protokolle, und bereiten jede Trainingsstunde individuell vor. Die Kids lieben das, auch wenn wir oft autoritär sind.“ Mischell wohnt in Purkersdorf, sein Weg in die Arbeit ist nur paar Schritte. „Ich bin hier aufgewachsen, meine Mutter Annemarie arbeitet im Hort. Die Saison geht bis Ende Oktober, danach gehen wir in die Halle nach Breitenfurt. Also keine Ausreden“, erklärt Mischell mit einem Augenzwinkern.

Die beiden verstehen sich nicht nur am Tennisplatz, sondern auch privat. „Ja, wir treffen uns gerne und gehen mal was essen. Aber dann reden wir auch immer über Tennis. Wir sind einfach zum Tennisspielen geboren.“