Jubiläum für ASO Purkersdorf: „Schule lebt von den Menschen“

Erstellt am 12. Mai 2022 | 04:11
Lesezeit: 3 Min
Die Allgemeine Sonderschule feiert 50-jähriges Bestehen. Direktor Matthias Hesse lud zum Festakt und blickt zurück.
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Seit 50 Jahren gibt es in Purkersdorf eine Sonderschule (ASO) – das Jubiläum wurde jetzt gefeiert. Am 7. September 1971 bewilligte die NÖ Landesregierung, die Sonderschule zu öffnen. Anfang des Schuljahres 1971/72 war es soweit und man startete ins erste Jahr. Begonnen wurde mit zwei Klassen. Jetzt, 50 Jahre später, werden Kinder von der 1. bis zur 9. Schulstufe in aktuell fünf Klassen unterrichtet.

Kontakt innerhalb des Campus: „Telefonieren nahezu täglich“

Mit einem Festakt wurde im Purkersdorfer Stadtsaal nun gefeiert. Große Wertschätzung für die Arbeit in der Sonderschule drückte etwa Bildungsdirektor Johann Heuras aus, der dem Festakt beiwohnte. Alt-Bürgermeister Karl Schlögl blickte auf die gute Zusammenarbeit der sechs Gemeinden Purkersdorf, Gablitz, Mauerbach, Wolfsgraben, Tullnerbach und Pressbaum zurück, die damals sehr eng zusammengearbeitet haben.

Aber nicht nur die Gemeinden, auch innerhalb des Schulcampus in Purkersdorf unterstützt man sich gegenseitig. „Wir telefonieren nahezu täglich“, verrät etwa Mittelschul-Direktor Michael Monyk. Und Volksschul-Direktorin Manuela Dundler-Strasser ergänzt: „Wenn ich Fragen zu unserer Integrationsklasse habe, frage ich Matthias Hesse.“

Aber auch die Vernetzung zwischen den Schulen ist bedeutend. „Wir haben mit Volks- und Mittelschule Kooperationen im Unterricht. Dazu zählen etwa gemeinsame Projekte im BE-Unterricht (Bildnerische Erziehung, Anm.) und dann ein gemeinsamer Ausflug in die Albertina. Die Anbindung an die Regelschule ist ganz wichtig“, schildert der ASO-Schulleiter.

Erste Sonderschule als Naturparkschule

Eine Besonderheit ist zudem, dass die Allgemeine Sonderschule Purkersdorf seit zehn Jahren eine Naturpark-Schule ist. „Die ASO ist damit die erste Sonderschule, die auch gleichzeitig eine Naturparkschule ist“, verrät Gabriela Orosel, Geschäftsführerin des Naturparks.

Eine von mehreren Kooperationen, die es in der ASO gibt. Unter anderem gibt es eine Kooperation mit dem Roten Kreuz, die die Fahrtendienste für die Sonderschule übernehmen. „Das ist nicht selbstverständlich, dass die Abwicklung über das Rote Kreuz erfolgt“, freut sich Hesse über die Kooperation und bedankt sich für die Unterstützung.

Während der Corona-Pandemie sind viele Kooperationen allerdings auch zum Erliegen gekommen. „Die Schule lebt vom Kollegium und den Kindern. Ich wünsche mir deshalb, dass wir den Austausch und die Aktivitäten wieder aufleben lassen und die ein oder andere Kooperation wieder aufgreifen können“, sagt Hesse.

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