Musikfest im Tullnerbacher Norbertinum. Das heurige Frühjahrskonzert des Blasorchesters Tullnerbach entführt nach Spanien und Lateinamerika.

Von Monika Närr. Erstellt am 27. März 2019 (18:56)
Regine Spielvogel
Die Tullnerbacher Solisten Irene Spitzl und Wolfgang Gratschmaier mit Kapellmeister Wolfgang Jakesch und Teilen des Blasorchesters.

„Das Blasorchester Tullnerbach gehört zum Ort wie das Schlagobers zur Sachertorte. Schon als Kind habe ich das Privileg erlebt mit Musik und mit diesem Orchester aufzuwachsen“, so die Irenentaler Sängerin Irene Spitzl.

Vor ihrer Babypause war sie fixes Mitglied im Arnold Schönberg Chor, derzeit ist sie mehr solistisch, auch im jazzigen Bereich, unterwegs. Ihr Vater Peter war Fagottist bei den Symphonikern und spielt seit jeher auch in der Blasmusik-Kapelle mit, derzeit meist auf dem Tenorsaxophon.

Mutter Susanne bereichert das Team mit der Querflöte. In weniger als zwei Wochen ist die Familie wieder auf der Bühne vereint, wenn sie mit 40 jungen und jung gebliebenen Musikern ein temperamentvolles Fest im Norbertinum gestalten. Sollte dem Publikum dabei so manches spanisch vorkommen, wird dies an den gekonnt dargebotenen Klängen der Musiker liegen.

Gratschmaier als lokaler Publikumsliebling

Mit dem Tullnerbacher Publikumsliebling und Volksopern-Tenor Wolfgang Gratschmaier spielt’s Granada und wenn eine spanische Zarzuela plötzlich wie ein Stück aus Carmen klingt, kann nur die chamäleonhaft wandlungsfähige Irene Spitzl in voller Aktion dabei sein. Ob Kapellmeister Wolfgang Jakesch mit dem mexikanischen Danzon Nr. 2 aus dem Repertoire des Nationalen Venezolanischen Jugendorchesters mit seinem Stardirigenten Gustavo Dudamel endgültig den Verstand verloren hat oder einfach nur Stadionatmosphäre in den Konzertsaal bringen will, kann dann jeder selbst beurteilen. Genauso, ob er lieber Tango oder doch Lambada tanzen will. Oder zum Fiesta-Orquesta-Ausklang im Time to say good-bye – Rhythmus mitschwelgt. „Es wird wieder ein fulminanter, bewegter, intensiver Nachmittag, und ich wollte schon immer einen spanischen daraus machen“, so der Kapellmeister.

„Die Musiker lieben Filmmusik, und darum werden wir mit den Piraten aus Fluch der Karibik auch von Spanien hinüber nach Lateinamerika segeln“, erzählt Jakesch mit Vorfreude

„Wolfgang investiert viel Zeit in das Programm und die Proben, dabei führt er das Orchester in neue Höhen und fordert auch uns Sänger. Er steckt sehr viel Herzblut hinein und ist maßgeblich beteiligt, dass es immer erfolgreicher abläuft“, freut sich Irene Spitzl.

Und abschließend: „Was uns alle verbindet, ist die große Liebe zur Musik und die Freude, auf ein gemeinsames Ziel hinzuarbeiten. Jeder gibt sein Bestes – egal, ob es sich um Musikstudenten oder –absolventen wie den musikalisch vielseitigen Joe Weichinger oder die Soloklarinettistin Vera Karner handelt oder die jungen Nachwuchsmusiker, die zum Teil bei diesen Privatunterricht erhalten“. Am Samstag, 6. April geht es also los mit Sektempfang 16.30 Uhr, Konzertbeginn 17 Uhr bei freier Spende.