Region Purkersdorf: Insgesamt nur sechs positive Fälle. Bürgermeister und Einsatzkräfte blicken auf erfolgreiche Test-Aktion zurück. Zum Teil war Beteiligung höher als im Dezember. In der Region gab es sechs positive Testergebnisse.

Von Melanie Baumgartner und Kristina Veraszto. Erstellt am 18. Januar 2021 (20:18)

Die zweiten Flächentests in der Region Purkersdorf sind vorbei. Insgesamt wurden in den sechs Gemeinden sechs Personen positiv auf das Coronavirus getestet. Die Bürgermeister sowie die Einsatzkräfte ziehen Bilanz.

Deutlich zufrieden mit den Testungen sowie der Beteiligung zeigt sich Bürgermeister Stefan Steinbichler in Purkersdorf: „Rund 31 Prozent der zu Testenden sind gekommen, das ist nur eine Spur weniger als beim letzten Mal.“ Steinbichler kritisierte im Vorfeld das gewählte Datum für die Testungen, nachdem bekannt wurde, dass kein „Freitesten“ möglich sei (die NÖN berichtete). Er befürchtete vor allem eine sehr geringe Beteiligung der Bevölkerung. „Rund 3.000 Personen wurden getestet, drei davon positiv“, bilanziert der Stadtchef und fügt hinzu: „Ich bin beruhigt, dass ein Großteil der Bevölkerung die Chance der Tests nutzt, wenn sie ihnen gegeben wird.“

Äußerst zufrieden mit dem Ablauf der Flächentests ist Bürgermeister Michael Cech in Gablitz: „20 Stunden volle Motivation, Sicherheit für alle, die sich getestet haben. Ich sage ein riesiges ,Danke‘ an alle, die in Gablitz mitgeholfen haben.“ Ein Team aus über 50 engagierten Menschen, bestehend aus Freiwilliger Feuerwehr, Rotem Kreuz, Samariterbund, Gemeinde-Team, medizinischem Personal und Freiwilligen hat an den zwei Test-Tagen 1.896 Tests in den beiden Teststraßen in der Festhalle abgenommen. Dabei fiel nur ein Ergebnis positiv aus.

Cech bietet Glashalle für Dauer-Teststraße an

Zwischenzeitlich hat der Ortschef mit den Amtskollegen des Teilbezirks Purkersdorf Kontakt aufgenommen: Denn das Land will Dauer-Teststraßen einrichten. „Ich habe dafür die Gablitzer Glashalle angeboten. Sie liegt verkehrsmäßig ideal, es gibt ausreichend Parkplätze und in der Halle ist Platz und Abstand garantiert. Wir hätten eine sehr gute Test-Location, nicht nur für die Gablitzer, sondern für die gesamte Bevölkerung der Region“, sagt der Bürgermeister. In Mauerbach ließen sich 17 Personen mehr testen, als beim letzten Mal, nämlich insgesamt 1.531. Keiner davon war positiv. Zufrieden ist Bürgermeister Peter Buchner aber dennoch nicht. „Mit der Beteiligung kann man nie zufrieden sein, wenn sie nicht 100 Prozent beträgt“, meint Buchner.

Anders sieht es in Tullnerbach aus: Bürgermeister Johann Novomestsky freut sich über einen höheren Andrang. „Ich habe damit nicht gerechnet“, sagt der Ortschef. Im Vergleich zum Termin im Dezember ließen sich über 200 Personen mehr testen. Insgesamt gab es genauso wie in Gablitz nur ein positives Ergebnis. „Die Tests sind gut gelaufen“, freut sich Novomestsky.

In Wolfsgraben wurden 650 Covid-19-Tests abgenommen. „Alle Ergebnisse sind negativ“, teilte Bürgermeisterin Claudia Bock mit. „Die Massentestung in Wolfsgraben ist gut gelaufen, es gab keine Probleme.“

In Pressbaum wurden am Wochenende rund 2.400 Menschen getestet, davon einer positiv. Um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten, standen 120 Helfer im Einsatz.

Rettungsorganisationen sind zufrieden

Ebenfalls ohne Probleme sind die Flächentests für das Rote Kreuz Purkersdorf-Gablitz abgelaufen. Bezirksstellenleiter Wolfgang Uhrmann vermutete noch, dass die Absage des „Freitestens“ die Stimmung etwas getrübt hätte. Doch das war nicht der Fall: „Es waren im Verhältnis dann mehr als zu Beginn vermutet“, sagt Uhrmann. Und was dem Bezirksstellenleiter noch aufgefallen ist, bei den getesteten Personen gab es kaum Unklarheiten oder offene Fragen: „Man hat gemerkt, dass eine gewisse Testroutine vorhanden war.“ Insgesamt standen 37 Mitglieder des Roten Kreuzes am Wochenende im Einsatz. Die Kooperation mit den Gemeinden verlief ebenfalls problemlos, so Uhrmann.

20 Freiwillige des Samariterbunds standen vergangenes Wochenende in den Gemeinden Purkersdorf, Gablitz und Mauerbach im Einsatz. Auch Christian Hiel, Obmann vom Samariterbund Purkersdorf, betont die gute Zusammenarbeit zwischen Rotem Kreuz, Samariterbund und den Gemeinden. „Es hat alles reibungslos funktioniert“, meint Hiel.