Purkersdorfer als Enwicklungshelfer in Kambodscha. Der Purkersdorfer Valentin Pritz versucht mit „Childrenplanet“ den Menschen zu helfen, sich selbst zu helfen.

Von Maria Prchal. Erstellt am 12. Dezember 2016 (09:47)
NOEN, Gruber-Dorninger
Valentin Pritz sieht die Versorgung mit Trinkwasserr für alle Menschen als Grundrecht.

Aufstehen, Toilettengang, Zähneputzen, Trinken, Frühstücken – ein alltäglicher Morgen. Doch immer noch gibt es viele Regionen auf der Erde, wo diese Dinge ganz und gar nicht selbstverständlich sind wegen einer simplen Sache: mangelnde Wasserversorgung.

Es gibt aber Menschen, die dort helfen wollen, wo es noch einiges zu tun gibt für eine funktionierende Gesellschaft. So einer ist etwa der Purkersdorfer Valentin Pritz, der in Kambodscha, genauer in Stung Treng, als stellvertretender Obmann von „Childrenplanet“ für ein besseres Leben der Bevölkerung aktiv ist.

Mehr als 20 Trinkbrunnen errichtet

Begonnen hat er als Zivildiener: „2014 war ich ein Jahr lang als Zivildiener in Kambodscha und habe dort geholfen, Trinkwasserbrunnen zu bauen.“ Mittlerweile sind es schon über 20 an der Zahl. Gelaufen ist dies über den seit 2009 bestehenden Verein „Childrenplanet“, der vor Ort mit der Evergreen Community zusammenarbeitet.

Zusammen wird nicht nur die Versorgung mit Trinkwasser forciert, sondern auch Sanitäranlagen gebaut oder in einem Holzworkshop Dinge hergestellt, die dann verkauft werden können. Außerdem sind Nachhaltigkeit oder Aufklärung wichtige Schlagworte, und auch eine bessere medizinische Versorgung wird angestrebt.

Autonomie ist das große Ziel

Für Pritz war die Zeit dort mehr als aufschlussreich: „Ich war vorher in einer Elektrotechnik-HTL und konnte dort wirklich praktisch mein Wissen anwenden, um Gutes zu tun.“

Nach seiner Rückkehr war klar, er möchte „Childrenplanet“ auch weiter unterstützen. Und so wurde aus dem motivierten Zivildiener, der stellvertretende Obmann. „Was für mich ausschlaggebend war, ist, dass das Praktische vor das Theoretische gestellt wird. Dort mangelt es an Ressourcen und wir tun etwas dagegen.“

Bevölkerung in Arbeit miteinbeziehen

Der Wunsch für die Zukunft? Mehr Autonomie für die ländliche Bevölkerung. „Unsere Hilfe ist da, damit sie sich selbst helfen können“, erklärt Pritz. Deswegen wird in jegliche Arbeit immer auch die lokale Bevölkerung miteinbezogen damit sie auch selber wissen, wie sie beispielsweise einen Brunnen anlegen können.

Einer der größten Probleme Kambodschas sei der Unterschied zwischen der ländlichen und städtischen Bevölkerung und der Entwicklungs-Hilfe Verein möchte den ärmeren Schichten in ruralen Gebieten helfen, autark zu werden.