Kiennast produzierte Soundtrack für Bleibtreu-Film. Der Gablitzer schrieb die Musik zum Thriller von Moritz Bleibtreu, der sein Regiedebüt gibt.

Von Birgit Kindler. Erstellt am 07. Februar 2020 (03:54)
Moritz Bleibtreu zeigte sich bei seinem Besuch in Gablitz begeistert von der Filmmusik, die Erwin Kiennast für „Cortex“ produzierte.
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„Cortex“ – so heißt der Thriller, bei dem der deutsche Schauspieler Moritz Bleibtreu sein Regiedebüt gab. Im Herbst wird der Film in den heimischen Kinos zu sehen sein (geplant ist der Start am 22. Oktober) und auf die Filmmusik sollte man ganz genau hören. Die hat nämlich Erwin Kiennast produziert. „Ich habe versucht, etwas komplett Eigenständiges für den Film zu machen und die Verantwortlichen waren begeistert“, erzählt Kiennast.

Für die Szenen des Hauptdarstellers habe er sich eine spezielle Musik mit ungewöhnlichen Instrumenten überlegt. Große Orchester stehen im Vordergrund – ebenso wie Kiennasts persönlicher Stempel. „Ich bin jetzt knapp vor der Fertigstellung“, berichtet der Gablitzer, der sich besonders darüber freut, zum ersten Mal für den Film mit Warner Bros Entertainment, die den Film mitproduziert, zusammenarbeiten zu können. „Das ist schon eine große Sache und etwas Einzigartiges in Österreich. So etwas zu schaffen, da müssen einige Kriterien zusammenspielen“, ist Kiennast überzeugt und zeigt sich auch begeistert von dieser Chance. Aufgrund der Beteiligung eines internationalen Unternehmens, wie Warner, habe man die Möglichkeit, mit dem Film auch bei den Oscars nominiert zu werden. Schließlich seien einige Länder beteiligt, „die alle etwas reißen wollen“.

Aber nicht nur der Gablitzer selbst wirkt mit seiner Musik beim Thriller mit. Auch sein Sohn Thomas ist beteiligt – er ist Executive Producer und zuständig für die Kamera. Im Film geht es um Hagen, der von Moritz Bleibtreu gespielt wird. Er hat verstörende Albträume und kann bald nicht mehr zwischen Traum und Realität unterscheiden. Diese wirken sich auch auf seine angeschlagene Beziehung mit seiner Frau Karoline (Nadja Uhl) aus. Karoline wagt einen Seitensprung mit Niko (Jannis Niewöhner), was eine weitere Verkettung verstörender Geschehnisse in Gang setzt. Präsentiert werden wird der Film demnächst bei der Biennale in Venedig.

„Ich habe versucht, etwas komplett Eigenständiges für den Film zu machen und die Verantwortlichen waren begeistert.“ Erwin Kiennast

Langweilig wird Kiennast aber auch nach der Fertigstellung der Filmmusik für „Cortex“ nicht. Er hat bereits einige Projekte in der Pipeline. „Es stehen die Musik für Bollywood-Produktionen und große Dokumentationen an.“