Feuerwehrmuseum Gablitz: Ein Ort, voll von Leben und Aktion

Erstellt am 29. Juli 2022 | 04:59
Lesezeit: 3 Min
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Auf Peter Kraushofer und Christian Fischer (v.l.) wartet noch einiges an spannender Arbeit beim Entdecken der letzten Geheimnisse. Doch der Erfolg lässt alle Mühen vergessen.
Foto: Reinhard Stöckl
Die Feuerwehr in Gablitz blickt auf eine lange Geschichte zurück. Diese wird für die Nachwelt behutsam bewahrt und aufbereitet.
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Foto: NOEN

Wenn man den Fuß über die Schwelle des neuen Feuerwehrhauses in Gablitz setzt, ist man sofort umgeben von einer Welt der Einsatzfahrzeuge, Schläuche, Pumpen und weiterer für die tägliche Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr wichtigen Gegenstände.

Doch etwas ist anders, als man erwarten würde. Hinter dickem Glas großer Vitrinen präsentieren sich alte Feuerwehrhelme und Sauerstoffflaschen, Pokale, Fahnen und historische Bilder.

Der Ehren-Oberbrandinspektor, ehemalige Kommandant und heutige Leiter des Feuerwehrmuseums Gablitz Christian Fischer klärt auf, wie all diese historischen Preziosen ihren Weg fanden: „Früher war unser Museum in eigenen Räumlichkeiten untergebracht. Jetzt gehen wir einen anderen Weg und integrieren es dezentral im Feuerwehrhaus. Wer das Museum besucht, bekommt also gleichzeitig auch eine Führung durch das Gebäude. Dabei werden wir vom heutigen Kommandanten Franz Endler toll unterstützt.“

Das neue Feuerwehrhaus brachte Veränderung

Mit „früher“ meint er die Zeit vor 2019, als das alte Feuerwehrhaus langsam aber sicher zu klein für die Anforderungen der heutigen Zeit geworden war und man sich für einen Neubau entschied. Damals befand sich der historische Schatz im Dachgeschoss und verantwortlich für diesen zeichnete Peter Kraushofer, der das Feuerwehrmuseum Ende der 1990er Jahre initiiert und aufgebaut hatte.

Die Idee dazu kam ihm, als er eine Sonderausstellung des Heimatmuseums von Berthold Weiss zum Thema Feuerwehr besucht hatte. „Am Anfang waren noch viele skeptisch, aber ich habe es trotzdem umgesetzt, Dinge zusammengetragen. Und auf einmal war das Museum da.“

Und dann standen der Umbau und die Übersiedlung an. Der Bestand des gesamten Museums wurde kurzerhand in große Kisten gepackt und bei der Gemeinde zwischengelagert. In diesen ruhten sie, coronabedingt länger als geplant, und warteten darauf, wachgeküsst zu werden.

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Die Chronik der Feuerwehr Gablitz erhält bei Christian Fischer und Peter Kraushofer (v.r.) einen Ehrenplatz. In ihr verbirgt sich manch vergessener Schatz aus vergangenen Tagen.
Foto: Reinhard Stöckl

Zeitgleich erfolgte auch die Übergabe der Museumsleitung von Peter Kraushofer an Christian Fischer. „Alle Informationen gingen von Peter an mich, ich übernehme nun den neuen Part und Peter ist unverzichtbar für den alten“, unterstreicht Fischer die hervorragende Zusammenarbeit im Team. „Wir ticken da beide recht ähnlich.“

Vieles ist seither geschehen. Manche Räume sind bereits gut bestückt und es scheinen nur noch die Besucherinnen und Besucher zu fehlen, die staunend vor den Exponaten stehen.

Andernorts bieten weiße Wände ein weites Betätigungsfeld für die Präsentation weiterer Geheimnisse, die noch in Kisten und Abstellräumen auf ihre Entdeckung warten, wird noch gesichtet, sortiert, überlegt und beschriftet. Bis Jahresende, so die Planung, sollten die letzten Arbeiten jedoch abgeschlossen, die letzten der Geheimnisse gelüftet und für die Besuchenden zugänglich sein.

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