Gemeinden für Radroute. RADLGrundnetz / Region Purkersdorf ist die zweite Region Niederösterreichs, wo das Land ein zusammenhängendes Radnetz als Pilotprojekt plant. Die Gemeinden sind motiviert.

Von Ernst Susicky. Erstellt am 11. Dezember 2013 (23:59)
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Michael Sigmund, Constanze Aichinger, Christoph Westhauser, Karolina Nowak, Bürgermeister Karl Schlögl, Gottfried Lamers, Vizebürgermeister Christian Schwarz, Markus Maxian, Christiane Maringer, Michael Felzmann, Bürgermeister Michael Cech und Marcus Richter (v.l.) nach der Besprechung.Susicky
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Von Ernst Susicky

„Wir stehen mit großem Interesse hinter diesem Projekt und ich wünsche mir eine baldige Einigung für die Detailplanung.“ Bürgermeister Karl Schlögl sprach bei der Präsentation der ersten Ergebnisse zum RADLGrundnetz für alle beteiligten Gemeindevertreter, denn für eine Weiterführung des Pilotprojektes sind alle beteiligten Gemeinden der Region.

Waltraud Wagner und Moritz Polacek vom Kuratorium für Verkehrssicherheit stellten die ersten Ergebnisse vor. Die Planung sei für den Alltagsradverkehr gemacht worden, dabei wurde vor allem darauf geschaut, wo es bereits Radwege gibt und in welchem Zustand sich diese befinden. Wichtig sei vor allem, wichtige regionale Ziele schnell und sicher zu erreichen.

Unterschiedliche Anforderungen

Schwierig stelle sich die Situation vor allem in Mauerbach dar. Hier könne man nur eine Verbindung nach Wien machen, ein Weg nach Gablitz sei für Alltagsradler wegen der Steigungen nicht zumutbar. Zwischen Gablitz und Purkersdorf gibt es bereits eine Route, die allerdings einige Male unterbrochen wird. Auch die Verbindung Purkersdorf-Wien und Purkersdorf-Tullnerbach ist großteils hergestellt, muss aber noch verbessert werden, damit eine durchgängige Route möglich ist. In Pressbaum braucht es für eine schöne Route vor allem eine Querung der Bahn und in allen Orten werden Parkplätze fallen. „Wir werden keine Route schaffen, wenn wir alle Parkplätze behalten wollen“, so Wagner. Auch seien mit den Radrouten „massive Straßenumbauten“ unumgänglich. „Daher müssen wir uns entscheiden, ob wie eine solche Route wollen, oder nicht“, so Wagner weiter und wies darauf hin, dass das „mit großen Kosten verbunden“ sein werde.

„Der Radverkehr wird als Thema immer dringlicher“

Christoph Westhauser vom Amt der NÖ Landesregierung, Abteilung Gesamtverkehrsangelegenheiten, erklärte: „Der Radverkehr wird als Thema immer dringlicher und wir erkennen das als Zukunftschance.“ Vor allem wolle man an die Radschnellverbindungen in Wien möglichst gut anschließen, das würde sich in der Region Purkersdorf besonders gut anbieten. Er versprach, dass es so viele Förderungen wie möglich geben würde und die Gemeinden rund ein Drittel der Kosten zu tragen hätten. Derzeit gibt es noch keine Detailplanung, und auch für die Kosten gibt es noch keine Schätzung.

Tullnerbachs Vizebürgermeister Christian Schwarz meinte: „Es ist sinnvoll eine Lösung für alle Gemeinden zu finden, dazu benötigen wir aber eine Detailplanung und die Kosten dafür.“ Dem schlossen sich alle Gemeindevertreter an und bekundeten den Willen, das Pilotprojekt weiterzuführen. Bis zum Frühjahr 2014 sollen die ersten Zahlen bekannt sein.