Ein „Like“ sorgt für Aufregung in Pressbaum. Vesna Schuster (FPÖ) soll Beileid um Neonnazi kundgetan haben, sie bestreitet das.

Von Birgit Kindler. Erstellt am 23. Januar 2020 (04:06)
Vesna Schuster bestreitet die Vorwürfe.
FPÖ

Schon im April 2018 hat FPÖ-Landtagsabgeordnete Vesna Schuster einen Eintrag auf Facebook mit „Gefällt mir“ markiert, der jetzt für Aufregung sorgt. „Ich trauere über den Tod eines lieben Menschen und Teil meiner Kindheit und meiner Prägung. Ruhe in Frieden. G. H.“ heißt es darin im genauen Wortlaut. Vermutet wird, das G. H. für Gerd Honsik steht. Für einen österreichischen Neonnazi und strafrechtlich verurteilten Holocaustleugner, der – gerade zum Zeitpunkt des Postings passend – am 7. April 2018 in Sopron verstorben ist.

Die FPÖ-Abgeordnete bestätigt, diesen Eintrag geliked zu haben, allerdings seien die Vermutungen völlig falsch. „Ich habe lediglich so mein Beileid ausdrücken wollen. G. H. steht nicht für Gerd Honsik. Ich kenne diesen Mann nicht, er sagt mir gar nichts“, so Schuster, die darauf hinweist, dass Neonnazis in ihrem Leben keine Rolle spielen würden. Die Unterstellungen seien ihr egal, weil sie nicht in dieses Eck gehöre. „Ich würde auch heute wieder auf ‚Gefällt mir‘ klicken“, gibt Schuster an. Obwohl sie bei der kommenden Gemeinderatswahl in Gablitz auf keiner Liste stehe, würden vor den Wahlen immer solche Anschuldigungen auftauchen. „Aber unterm Strich schießen sich die Anschwärzer selbst ins Knie“, ist Schuster überzeugt.