Kritik an Klinser in Purkersdorf: „Von Baums Gnaden“. In Leserbrief wird Grünen-Kandidatin vorgeworfen, vorher bei Liste Baum gewesen zu sein, bevor sie Grünen beitrat.

Von Birgit Kindler. Erstellt am 15. Januar 2020 (02:53)
beeboys/shutterstock.com

„Es ist schon befremdlich, was Susanne Klinser sagt“, reagiert eine Purkersdorferin in einem Leserbrief auf den Artikel „Hätten eigene Liste nicht mehr geschafft“, der in der Ausgabe 02 der Purkersdorfer NÖN erschienen ist. „Klinser war von Anfang an Mitglied bei der Liste Baum und ist dann erst den Grünen beigetreten“, heißt es im Leserbrief. Klinsers Ziel sei es gewesen, Josef Baum bei seinem Kampf gegen die „alteingesessenen Purkersdorfer Grünen von Marga Schmidl zu unterstützen“. „Klinser ist doch nur eine Grüne von Josef Baums Gnaden“, schreibt die Purkersdorferin weiter.

Susanne Klinser bestätigt, dass sie zuerst Mitglied bei der Liste Baum war. Sie sei aber im Herbst 2018 auch den Grünen beigetreten. „Ein halbes bis dreiviertel Jahr vorher habe sie sich bereits bei der Liste Baum engagiert“, sagt Klinser, die betont, dass für sie als Wählerin damals Liste Baum und Grüne eine Einheit waren. „Meine Intention war es, die Grünen wählbar zu machen“, sagt Klinser. Erst als sie mitgearbeitet habe, habe sie festgestellt, dass sie doch keine Einheit seien. „Da einige Vorkommnisse in der Liste Baum nicht konstruktiv waren, habe ich mich entschlossen nicht mehr bei der Liste Baum zu sein“, erklärt Klinser.

Einen Streit mit Marga Schmidl habe es nicht gegeben „sonst wäre sie wohl kaum auf der Liste zurück“. Und außerdem brauche sie keine Gnade von jemanden, „das ist eine unmögliche Wortwahl für mich“, so Klinser.