Großbrand in Wolfsgraben: Verhandlung vertagt. Nachdem Benzin in Ofen geleert worden war, brannte Wirtschaftsgebäude ab. Gewesen sein will das aber keiner.

Von Beate Riedl. Erstellt am 30. April 2021 (16:58)
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NOEN, Symbolbild

Der Himmel leuchtete rot in den frühen Morgenstunden des ersten Adventsonntages des Vorjahres in Wolfsgraben. Auf einem landwirtschaftlichen Anwesen in Wolfsgraben war ein Brand ausgebrochen. Mehrere Feuerwehren kämpften gegen das Feuer, doch das Wirtschaftsgebäude wurde ein Raub der Flammen. Nun musste sich ein Wolfsgrabener (30) wegen fahrlässiger Herbeiführung einer Feuersbrunst, fahrlässiger schwerer Körperverletzung und Sachbeschädigung am Landesgericht St. Pölten verantworten.

Er soll Benzin in einen angeheizten Ofen gegossen haben, wodurch der Großbrand entstanden sein soll. Geständig dazu zeigte er sich vor Gericht nicht. Er habe plötzlich eine Stichflamme gesehen. Und sein Freund, mit dem er im Wirtschaftsgebäude Alkohol konsumiert hatte, habe gebrannt, berichtete er. Seine Verteidigerin gibt zu bedenken, dass ihr Mandant keine einzige Verletzung oder verbrannte Kleidung gehabt hätte. Auch der Freund habe nicht genau gesehen, wie es zu den Brand gekommen sein soll.

Worin sich beide aber einig sind: „Benzin in Feuer zu gießen ist keine gute Idee“, gaben sie zu Protokoll. Nachdem der Angeklagte und mehrere Zeugen einvernommen worden waren, wurde die Verhandlung auf unbestimmte Zeit vertagt.