Grippesaison startet heuer frühzeitig. Die Grippesaison ist bereits angelaufen. Ein Anstieg an grippalen Infekten sowie der echten Grippe ist schon feststellbar. 

Von Lisa-Maria Seidl und Birgit Kindler. Erstellt am 05. Januar 2017 (05:17)
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Husten, Schnupfen, Heiserkeit und Fieber – rund 400 Personen liegen derzeit mit diesen Symptomen in Stadt und Bezirk St. Pölten im Bett. Die Grippewelle ist heuer früher angelaufen. 2015 waren zur selben Zeit nur 176 Erkrankte bei der Gebietskrankenkasse gemeldet.

Auch der Bezirksvertreter der Allgemeinmediziner, Andreas Barnath, stellt bereits eine höhere Anzahl an Krankheitsfällen fest, merkt jedoch an: „Die grippalen Infekte sind deutlich in der Mehrheit.“ Er erklärt: „Die echte Grippe oder Influenza beginnt meist plötzlich und ist von einem allgemeinen Krankheitsgefühl, Fieber und Kopfschmerzen begleitet. Ihr Verlauf zieht sich mit sieben bis zehn Tagen mehr in die Länge.“ Wirklich schützen könne man sich vor einer Infektion nicht. Neben allgemeinen Hygienemaßnahmen rät Barnath dazu, große Menschenansammlungen zu meiden sowie aufs Händeschütteln zu verzichten. Dem stimmt auch Harald Ruth, Praktischer Arzt in Purkersdorf, zu. Er ergänzt: „Es gibt in dieser Hinsicht viele gut gemeinte Ratschläge, die aber nicht wirklich helfen. Die Tröpfcheninfektion kann über bis zu sieben Meter erfolgen.“ 

Eine geeignete Option sei die Grippe-Impfung, mit der Ruth gute Erfahrungen gemacht hat: „Eine Impfung ist auch jetzt noch möglich. Der Schutz ist nach etwa 10 bis 14 Tagen gegeben.“ Besonders ratsam sei eine Impfung für Menschen, die nicht schwer krank werden sollten, wenn sie etwa unter Herz- und Kreislaufschwäche leiden.  

Im Normalfall reicht es, bei einer Grippe Bettruhe zu halten und genug zu trinken. Treten neben Fieber und Schwäche zusätzliche Symptome wie Ohren- oder schwere Halsentzündungen auf, sollte man einen Arzt aufsuchen. „Bei bakteriellen Superinfekten können Antibiotika verabreicht werden“, so Ruth.