Giftköder-Alarm in Gablitz. „Puppy“ wurde in der Paul-Troger-Gasse von Hundehasser vergiftet und ist mittlerweile verstorben.

Von Beate Riedl und Melanie Baumgartner. Erstellt am 16. Juni 2021 (04:38)
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Puppy wurde von einem Hundehasser vergiftet.
privat, privat

Völlig aufgebracht meldete sich vergangene Woche Heinz Staudinger in der NÖN-Redaktion. Der Grund: Sein Hund wurde höchstwahrscheinlich vergiftet. „In der Tierklinik haben sie uns den Verdacht einer Vergiftung bestätigt, die Tierärztin hat aber auch gesagt, dass man das Gift im Blut nicht nachweisen kann“, erzählt der Gablitzer. Am Tag des Gesprächs war Staudinger hinsichtlich des Gesundheitszustands seines Hundes „Puppy“ noch zuversichtlich. „Man sieht eine leichte Veränderung der Leber, aber sie ist über den Berg“, meinte der Hundebesitzer Freitagnachmittag noch. Im Laufe des Wochenendes hat sich der Gesundheitszustand allerdings massiv verschlechtert. Am Sonntag folgte die traurige Nachricht: Kurz vor ihrem dritten Geburtstag ist Puppy verstorben.

Belohnung für sachdienliche Hinweise

Ereignet hat sich der Vorfall in der Paul-Troger-Gasse. Auch einen konkreten Verdacht, wer das Gift ausgestreut haben könnte, hat Staudinger bereits. Allerdings fehlen ihm konkrete Beweise. „Wir haben den Vorfall der Polizei gemeldet. Ohne genaue Hinweise kann sie allerdings nichts ausrichten“, meint der Gablitzer. Aus diesem Grund kündigt er an, für sachdienliche Hinweise eine Belohnung auszusetzen.

„Wir gehen jeder Anzeige nach, alles wird aufgenommen“, heißt es von der Polizei. Die gesammelten Fakten werden in weiterer Folge an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet, die die nächsten Schritte veranlasst.

Vor einigen Jahren hat es bereits einen ähnlichen Fall gegeben. Auch damals war ein Tierhasser in Gablitz unterwegs, der Giftköder ausstreute. Auch Familie Staudinger war betroffen. „Bei dem Giftköder handelte es sich um eine halbe Knackwurst, welche teilweise ausgehöhlt und mit Rattengift versehen wurde“, schilderte Staudinger damals gegenüber der NÖN.