„Fand Ruine immer schon faszinierend “. Brigitte Ziehrer beschäftigt sich in einem Roman mit der Klosterruine am Riederberg.

Von Jacqueline Kacetl. Erstellt am 04. November 2016 (10:51)
Brigitte Ziehrer hat einen Abenteuerroman über die Klosterruine am Riederberg geschrieben. Das Buch „Sancta Maria in Paradyso“ wurde von Benno Bretthauer (l.) illustriert.
NOEN, Gröller

Die ehemalige Marktforscherin Brigitte Ziehrer hat den historischen Abenteuerroman „Sancta Maria in Paradyso – Mythen und Untergang“ (erschienen im Verlag Heimatmuseum Gablitz) verfasst. Brigitte Ziehrer, verwandt mit dem Komponisten Carl Michael Ziehrer, entwickelt darin ein fiktives Szenario, das die Geschehnisse knapp vor der Zerstörung des Franziskanerklosters am Riederberg durch die Osmanen im Jahr 1529 beschreibt. Die Abtei wurde danach nicht mehr aufgebaut. Bis heute ranken sich viele Mythen um die Klosterruine am Riederberg. Mit der NÖN sprach die Gablitzerin über ihren Debütroman, mysteriöse Behauptungen rund um das Kloster und die Lust am Schreiben.

NÖN: Wie sind Sie zur Literatur gekommen?
Brigitte Ziehrer: Ich habe schon zu Schulzeiten gerne und viel geschrieben. Im Gegensatz zu anderen, die später damit wieder aufhören, habe ich weitergemacht. Und Geschichte hat mich immer schon interessiert. Während meines Publizistik-Studiums habe ich mich auf historische Themen spezialisiert. In meiner Dissertation beschäftigte ich mich mit der Presse der sozialdemokratischen Frauenbewegung in der Ersten Republik.

Sie engagieren sich ja auch ehrenamtlich als Mitarbeiterin des Heimatmuseums.
Die Zusammenarbeit mit dem Museum kam über eien von mir verfassten Artikel über den Gablitzbach zustande, der über Umwege zu Heimatmuseum-Kustodin Renate Grimmlinger gelangt ist. Ich wollte wieder etwas über die Umgebung schreiben, weil ich die Ortsgeschichte sehr spannend finde.

Wie sind Sie auf die Klosterruine gestoßen?
Schon als ich noch in Wien gewohnt habe, habe ich Wanderungen über den Troppberg unternommen. Ich kannte die Gegend also und die Ruinen des Franziskanerklosters – und die die damit verbundenen Mythen – haben mich immer schon wahnsinnig fasziniert. Das geheimnisvolle Klosterareal hat mich inspiriert.

Welche Geschichten und Gerüchte sind das?
Im Bereich der Klosterruine finden sich etwa große runde Steine, sogenannte Sandsteinrundlinge, denen eine rituelle Funktion nachgesagt wird. Der dort entspringenden Quelle wird eine magische Wirkung zugeschrieben. Es wird behauptet, dass das Klopfen mit einem Stock den Quellgeist ärgern würde, der daraufhin Regen schickt. Es gibt auch das Gerücht, dass sich ein Schatz unter dem Kloster befindet. In meinem Abenteuerroman, der die letzten sieben Tage vor der Zerstörung des Klosters beschreibt, greife ich diese Mythen auf und entwickle sie literarisch we