Das war das Jahr 2021 in der Region Purkersdorf

Wir lassen die wichtigsten Ereignisse des Jahres 2021 in der Region Purkersdorf nochmals Revue passieren.

Erstellt am 29. Dezember 2021 | 05:36
Lesezeit: 14 Min
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Auf dem Grund der ehemaligen Agensketterl Druckerei sollen unter anderem verschiedene Wohnformen entstehen.
Foto: Matthias Pilter

„Ketterl-Grund“ steht im Fokus

Anfang März herrscht im Mauerbacher Gemeinderat große Aufregung um das Grundstück der ehemaligen Agensketterl Druckerei (Bild oben). Jahrelang steht das rund 9.500 Quadratmeter große Grundstück leer, im März werden konkrete Pläne präsentiert. Konkret sollen hier verschiedene Wohnformen – darunter junges Wohnen, betreutes Wohnen oder leistbares Wohnen – sowie Gesundheitseinrichtungen realisiert werden. Geplant ist auch, die ortsansässige Apotheke hierhin zu verlegen. Dafür ist aber eine Umwidmung des Grundstücks von Bauland-Betriebsgebiet in Bauland-Kerngebiet notwendig. Bevor dies allerdings erfolgt, werden zunächst die Rahmenbedingungen für die Nachnutzung des Grundstücks zwischen Gemeinde und Eigentümer mit einem Raumordnungsvertrag festgelegt. Dieser soll in der Gemeinderatssitzung im März beschlossen werden. Hier herrscht aber große Uneinigkeit zwischen den Mandataren.

SPÖ-Gemeinderat Wolfgang Beran kritisiert vor allem den Inhalt des Vertrags. „Durch den vorgelegten Entwurf ist nicht sichergestellt, dass die Nutzungsvorhaben wirklich eingehalten werden müssen“, stellt Beran fest und fügt hinzu: „Die SPÖ begrüßt grundsätzlich die Realisierung eines jeden sinnvollen und im Interesse der Mauerbacher Bevölkerung liegenden Projektes zur nachhaltigen Ortserneuerung auf diesem Standort, aber wir geben hier als Gemeinde mit diesem Vertrag eine starke Position aus der Hand.“
Außerdem kritisieren SPÖ und Grüne die vagen Formulierungen. ÖVP-Vizebürgermeister Georg Kabas betont, dass es sich bei dem Vertrag in erster Linie um eine Absichtserklärung handle. „Als nächster Schritt wird ein Projekt entworfen. Wenn das unseren Vorstellungen entspricht, können wir der Umwidmung zustimmen.“

„50er“ für gesamte B 1

Seit Jahren bemüht sich die Gemeinde Gablitz um ein durchgehendes Tempolimit von 50 km/h auf der B 1. Nun ist Tempo 60 Geschichte. Im September präsentiert Bürgermeister Michael Cech die Änderung. Da es sich hierbei allerdings um eine Bundesstraße handelt, konnte das Vorhaben nicht so einfach von der Gemeinde umgesetzt werden. Cech hat sich nochmals bei der Landesstraßenverwaltung dafür eingesetzt – mit Erfolg.

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Foto: Veraszto

Purkersdorfs Ausstieg aus Franken-Kredit

Im Dezember 2020 beschließt der Purkersdorfer Gemeinderat den Ausstieg aus dem Schweizer Franken-Kredit. Im März wird dieser besiegelt. Nachdem das Land NÖ grünes Licht gegeben hat, werden die CHF-Darlehen mit einem Fixzins auf 19,5 Jahre in Euro-Kredite umgewandelt. Wie hoch dieser Zins ist, hat Bürgermeister Stefan Steinbichler allerdings nicht verraten.

Frotz neue ÖVP-Obfrau in Purkersdorf

Beim Stadtparteitag der ÖVP Purkersdorf im Mai wird Waltraud Frotz als neue Obfrau mit hundert prozentiger Zustimmung gewählt. Sie folgt damit auf Andreas Kirnberger, der die Partei sechs Jahre lang führte. Da er sich auf die Arbeit als Vizebürgermeister konzentrieren möchte, hat er sich für diese Funktion nicht mehr zur Verfügung gestellt.

Schulstraße in Purkersdorf gefordert

Die Mandatare der NEOS und Grünen fordern in der Juni-Gemeinderatssitzung die Prüfung einer möglichen Schulstraße rund um Volks-, Mittel- und Sonderschule. Der Antrag wird abgelehnt und an den zuständigen Ausschuss verwiesen. Die Thematik wird im Herbst aber erneut behandelt. Nachdem sich der zuständige Ausschuss damit auseinandergesetzt hatte, einigen sich die Mandatare darauf, die bereits bestehenden Gutachten überprüfen zu lassen. Dabei sollen die Mitglieder des Bildungs- und Verkehrsausschusses involviert sein. In der letzten Sitzung des Jahres kann schließlich ein erster Entwurf eines Maßnahmenkatalogs präsentiert werden, der nun nach der Machbarkeit geprüft werden soll.

Neues Jugendzentrum in Purkersdorf eröffnet

Der Verein „Respect“ kehrt im Juli nach zehn Jahren wieder in die Kaiser Josef-Straße 49 zurück und feiert das mit einer Re-Opening-Party.

Kinderarzt-Petition gestartet

Purkersdorfs Stadtrat Josef Baum initiiert gemeinsam mit einigen Ärzten eine Petition, die Unterschriften für einen Kassen-Kinderarzt in Purkersdorf sammelt. Die Kinderarzt-Thematik wird im Gemeinderat mehrmals diskutiert. Die Mandatare einigen sich darauf, die Problematik im Ausschuss zu behandeln. Unterschriften werden weiterhin gesammelt.

„Edmund“ gewinnt Amadeus-Award

Einen großen Erfolg können Roman Messner und Markus Kadensky alias „Edmund“ bei den diesjährigen Amadeus Austrian Music Awards im September, bei denen sie heuer erstmals vertreten sind, verzeichnen. Die beiden Musiker dürfen sich über ihren ersten Amadeus in der Kategorie „Album des Jahres“ für „Leiwand“ freuen. „Leiwand“ ist das zweite Album von Edmund.

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Bei ihrer ersten Nominierung dürfen sich Roman Messner und Markus Kadensky über den Amadeus in der Kategorie „Album des Jahres“ freuen.
Foto: Bernhard Kaufmann

Purkersdorf präsentiert örtliches Entwicklungskonzept

Die Stadtgemeinde Purkersdorf arbeitet 2021 an einer neuen Raumordnung. Nachdem die Bausperre um ein Jahr verlängert wird, muss das Entwicklungskonzept bis Frühjahr 2022 fertiggestellt sein. Ansonsten tritt der alte Raumordnungsplan wieder in Kraft. Bereits im Vorjahr wurde eine Arbeitsgruppe gegründet, die gemeinsam mit dem zuständigen Büro Knollconsult an der neuen Raumordnung arbeitet. Im Herbst wird das Konzept der Bevölkerung an zwei Terminen präsentiert. Immer wieder hagelt es aber Kritik von der Opposition. Die Arbeitsgruppe wird in wesentliche Entscheidungen nicht eingebunden, es sei zu allgemein, in der Kommunikation fehle es an Transparenz, sind die Vorwürfe. Jetzt liegt das örtliche Entwicklungskonzept vorerst zur Einsicht am Rathaus auf.

Auma Obama besucht Wienerwald

Auma Obama, Journalistin, Buch-Autorin und Schwester von Barack Obama, möchte die Wiederaufforstung in Kenia vorantreiben. Dafür arbeitet sie eng mit den Österreichischen Bundesforsten zusammen. Im Herbst besucht sie deshalb gemeinsam mit Doris Schmidauer, Ehefrau von Bundespräsident Alexander van der Bellen, den Wienerwald.

B44 nach Rohrbruch saniert

Nach dem Wasserrohrbruch entlang der B 44 wird Anfang des Jahres die Wasserleitung saniert. Mehrmals musste dabei die Straße aufgerissen und neu asphaltiert werden. Um wieder eine Straße ohne Unebenheiten gewährleisten zu können, wird Mitte November die Straße erneut saniert.

Wechsel bei Feuerwehren

Anfang des Jahres werden im ganzen Land die Spitzen der Feuerwehren neu gewählt. Dabei gibt es in der Region Purkersdorf einige Wechsel. In Purkersdorf stellt sich Viktor Weinzinger sowohl als Kommandant der FF Purkersdorf, als auch als Abschnittskommandant, nicht mehr der Wiederwahl. Ihm folgt in beiden Funktionen Michael Gindl nach.
Aber auch in den Feuerwehren Wolfsgraben und Irenental gibt es einen Wechsel an der Spitze. Christian Lautner wird nach 20 Jahren als Kommandant der Feuerwehr Wolfsgraben von Florian Krebs abgelöst, Robert Waizmann folgt bei der FF Irenental auf Rudolf Passet.

Die Kommandanten Franz Endler (FF Gablitz), Harald Pollak (FF Mauerbach), Dominik Kerschbaumer (FF Steinbach), Harald Zacek (FF Tullnerbach), Georg Krauss (FF Pressbaum) und Christopher Kerschbaum (FF Rekawinkel) werden wiedergewählt.

Auf Bezirksebene bleibt Georg Schröder Kommandant, auch sein Stellvertreter Max Ovecka wird wiedergewählt.

Neue Schülerlotsen für Purkersdorf

Lange suchte Edmund Cvak von den ÖVP-Senioren nach Schülerlotsen. Im November ist es soweit: Gleich vier neue Lotsen treten ihren Dienst an. Maria Angerer, Renate Schnee, Khosroo Zandiyeh und Marga Schmidl (v. l.) sorgen nun für die Sicherheit der Kinder am Schulweg. Um sich einen Einblick zu verschaffen, schauten sie vor Antreten ihres Dienstes Schülerlotsin Elisabeth Mayer (M.) über die Schulter.

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Foto: privat

Umbau und Planung

Die Bahnhöfe Unter Purkersdorf, Purkersdorf Zentrum und Tullnerbach-Pressbaum werden sich bald neu präsentieren: Das Jahr 2021 war von einigen Bahnhofsumbauten beziehungsweise deren Planung geprägt. Hohe Wellen hat etwa das Thema Bahnhof Unter Purkersdorf geschlagen. Der Bahnhof selbst wird derzeit umgebaut. Damit wird zugleich ein rund 10.000 Quadratmeter großes Grundstück frei, dessen Nachnutzung noch offen ist. Auf einem Teil soll eine Park & Ride-Anlage entstehen.

Für die weitere Vorgehensweise muss allerdings ein Planungsvertrag mit den ÖBB unterschrieben werden, der lange Zeit für heftige Diskussionen sorgt. Im September wird dieser vom Gemeinderat schließlich beschlossen. Große Aufregung gibt es diesbezüglich etwa um einen geplanten Abriss des Bahnhofsgebäudes. Hier regt sich allerdings Widerstand aus der Bevölkerung. Es bilden sich mehrere Bürgerinitiativen, die Ideen für eine mögliche Weiternutzung präsentieren und Unterschriften für den Erhalt sammeln. Es werden über 1.000 Unterschriften gesammelt, die dem Bürgermeister vorgelegt werden.

Für weitere Aufregung sorgt der Teilabriss der bestehenden Fußgängerbrücke. Eine neue wird zwischen Wintergasse und Bahnsteig errichtet. Während der Bauarbeiten muss übergangsweise ein längerer Weg für das Überqueren der Gleise in Anspruch genommen werden: Über die neue Fußgängerbrücke, dann über den gesamten Bahnsteig bis hin zum alten Steg, wo man schließlich in die Bahnhofstraße gelangt.

Umbau Purkersdorf Zentrum ohne Diskussion

Auch die Planung für den Umbau Purkersdorf Zentrum schritt 2021 voran. Da hier alle Fraktionen miteingebunden wurden, gibt es hier keine Diskussionen. Ein dritter Bahnhofsumbau beschäftigt derzeit die Bevölkerung in der Region. Bis 2024 wird der Bahnhof Tullnerbach-Pressbaum erneuert. Der Bahnhof soll sich mit neuem Inselbahnsteig, Bahnsteigdach und wettergeschützter Wartekoje präsentieren. Die derzeit vorhandene Fußgängerbrücke wird abgerissen, stattdessen entsteht ein barrierefreier Personendurchgang unter den Gleisen mit drei Stiegenaufgängen und drei Aufzügen. Außerdem wird 2023 das bestehende Bahnhofsgebäude abgetragen, an der Stelle entsteht die erweiterte Park and Ride-Anlage sowie der Bahnhofsvorplatz.

Derzeit liegt der Fokus der Arbeiten auf der Bahnunterführung Weidlingbachtunnel, die seit Oktober 2021 bis voraussichtlich Ende 2022 gesperrt sein wird. Ausweichmöglichkeiten gibt es über den Bahnschranken Lawieserstraße oder großräumig über das Irenental.

Kein Budget für Wolfsgraben

Ohne beschlossenes Budget startet die Gemeinde Wolfsgraben ins Jahr 2021. Nachdem der ÖVP ein Mandatar fehlt, verliert die Partei die Mehrheit. Die Opposition stimmt einstimmig gegen das Budget. Im März kann das Budget schließlich doch beschlossen werden. Seit dem Budgetbeschluss kann die Gemeinde wieder über ihre gesetzlichen Aufgaben hinaus handeln.

Neuer Standort für Bundesforste in Gablitz

Aktuell errichten die Österreichischen Bundesforste (ÖBf) in der Mauerbachstraße 1 ein neues Revierleiterzentrum samt Wohneinheiten. Baustart ist im Sommer. Gebaut wird in Massivholzbauweise. Ein zweistöckiges Bürogebäude für die Betreuung von insgesamt vier Revieren des ÖBf-Forstbetriebs Wienerwald sollen in Gablitz ihren Platz finden. Geplant ist außerdem ein rund 50 Quadratmeter großer Mehrzweckraum, Fertigstellung ist mit Herbst 2022 geplant.

Neue Amtsleiterin für Mauerbach und Wolfsgraben präsentiert

In der Gemeinderatssitzung im Juni verkündet Mauerbachs Bürgermeister Peter Buchner die neue Amtsleiterin für Mauerbach. Huberta Auer-Weissmann wird mit Oktober 2022 diesen Posten von Peter Mayer übernehmen. In Wolfsgraben gibt es bereits einen neuen Amtsleiter. Der Gemeindevorstand entschied sich einstimmig für Gerhard Winter. Der Pressbaumer übernimmt die Funktion von Heide Diernegger.

Gablitzerinnen wollen Kirche retten

Die Kongregation „Schwestern vom Göttlichen Erlöser“ will im Zuge des geplanten Ortszentrums ein neues Pflegeheim beim Kloster St. Barbara bauen. Mit dem Neubau soll aber nicht nur das alte Marienheim an der Hauersteigstraße abgerissen werden, auch die Kapelle soll verschwinden. Marianne Schaffer und Monique Weinmann wollen die Kirche, die im August 1981 eingeweiht wurde, retten. Die Kongregation, als jetzige Eigentümerin, hat aber kein Interesse daran, die Marienkirche zu behalten, da mit dem Abriss des Hauptgebäudes ihren Nutzen und die gebäudetechnische Versorgung verlieren würde. Die Frauen schalten das Bundesdenkmalamt ein. Ob die Kirche letztendlich nun abgerissen werden muss, ist noch unklar.

Entwicklungskonzept für Wolfsgraben präsentiert

Die Gemeinde Wolfsgraben präsentiert Ende September den Entwurf zum örtlichen Entwicklungskonzept 2035. Das neue örtliche Entwicklungskonzept soll sicherstellen, dass die Siedlungsstruktur geschützt wird. Dem Konzept liegen sechs Leitsätze zugrunde: Stärkung des Zentrums, qualitätsvolles Wohnen, nachhaltige Mobilität, Schutz des Naturraumes, Klimaschutz und Förderung der Regionalität. Das örtliche Entwicklungskonzept wird vom Gemeinderat als Verordnung beschlossen.

Fritzi Weiss tritt zurück

Im Oktober gibt Grünen-Gemeinderätin und Mitbegründerin der damaligen Grünen Liste Gablitz ihren Rücktritt bekannt. Der 63-Jährige fehle es an einer härteren Oppositionsarbeit. Ihr folgt Gina Wörgötter als Gemeinderätin nach.

Wessely bleibt Vorsitzende von Frau in der Wirtschaft

Die Gablitzer Architektin Astrid Wessely wird im November als Bezirksvorsitzenden von Frau in der Wirtschaft wiedergewählt. Wessely hat die Funktion vor acht Jahren von Monique Weinmann. übernommen. Kurz zuvor hat sie gemeinsam mit Anja Rechberger, Vorsitzende der Jungen Wirtschaft, das Format „Treffpunkt Erfolg“ gegründet.

Neue Pächterin für Dreimäderlhaus

40 Jahre wurde das beliebte Wirtshaus in Wolfsgraben von Richard und Brigitte Kramel geführt. Nachdem sich das Ehepaar zurückzieht, übernimmt Katarina Teichmann im November den Betrieb – und das mitten im Lockdown. Im Dezember startet sie mit Abholservice, ehe sie richtig öffnen kann. Das Angebot im Dreimäderlhaus umfasst Hausmannskost und Wiener Küche.

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Brigitte und Richard Kramel übergeben das Dreimäderlhaus an die neue Pächterin Katarina Teichmann (Mitte). .
Foto: Veraszto

Pläne für Gablitzer Ortszentrum präsentiert

Kurz vor Weihnachten wird der Bevölkerung im Zuge zweier Online-Termine das neue Ortszentrum präsentiert. Es sollen insgesamt 150 Wohnungen entstehen. Im Erdgeschoß der Gebäude sollen ein Geschäft, ein Gastro-Betrieb sowie ein neuer Veranstaltungssaal Platz finden. Auch der Gemeindesitzungssaal soll dorthin übersiedeln.

Wirbel um Brosig-Verkauf

Die Stadtgemeinde Pressbaum möchte das Brosig-Grundstück an der Hauptstraße an einen Wohnbauträger verkaufen. Im Zuge einer Markterhebung wurde die Gemeinnützige Wohn- und Siedlungsgenossenschaft Alpenland als Bestbieter ermittelt. Kolportiert wird, dass die Alpenland der Stadt 1,5 Millionen Euro für die Fläche bietet.

Zahlreiche Bürger sind aber gegen den Verkauf des Grundstückes. Die Pressbaumerin Eva-Maria Prinz startet eine Online-Petition unter dem Namen „Rettet das Brosig-Grundstück“. Bisher haben sich über 700 Bürger mit einer Unterschrift gegen einen Verkauf ausgesprochen.

Ein Name auf der Petition sorgt dabei im September für Wirbel: Auf der Liste wird mit „Otto Hartmann“ unterschrieben, ein Alt-Bürgermeister von Pressbaum, der 2014 verstorben ist. Die Stadt meldet die falsche Unterschrift der Staatsanwaltschaft. Daraufhin wird gegen die Petitions-Initiatorin wegen Urkundenfälschung ermittelt. Später wird publik, dass der

Name auf der Petition mit der offiziellen E-Mail-Adresse vom Rathaus bestätigt wurde. Zuvor waren die Ermittlungen gegen Prinz bereits eingestellt worden.
In einer hitzigen Gemeinderatssitzung stellen die Stadt- und Gemeinderäte der SPÖ und der Bürgerliste WIR! einen Antrag auf eine Volksbefragung. Die Bürger sollen darüber entscheiden, ob der Brosig-Grund verkauft oder als „Naherholungsgebiet im verbauten Raum“ dienen soll.

Der Antrag wird aber nach langer Diskussion mehrheitlich von den ÖVP-und Grüne-Politikern abgelehnt. Bezüglich des Verkaufs gebe es noch viele offene Fragen, die zuerst geklärt werden müssen. Durch die öffentlichen Debatten haben sich mittlerweile auch andere Baugesellschaften gemeldet, die das Grundstück kaufen wollen. Alle Angebote werden geprüft.

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Die Stadt will das Brosig-Grundstück an der Hauptstraße verkaufen. Bei vielen Bürgern sorgen die Pläne für Unmut.
Foto: Veraszto

FF-Haus in der Warteschleife...

Für viele Diskussionen sorgt der Neubau des Hauses der FF Pressbaum. Jahrelang setzten sich die Verantwortlichen der Feuerwehr dafür ein, nun scheint es demnächst soweit zu sein. Ende 2020 erklärte Bürgermeister Josef Schmidl-Haberleitner, dass er Anfang 2021 mit einem Baustart rechne. Wegen anfallender Mehrkosten verzögert sich das Projekt erneut. Schließlich wird ein Konzept ausgearbeitet, das allerdings von der Feuerwehr selbst als nicht praktikabel eingestuft wird. Die Feuerwehr legt deshalb ihr eigenes Konzept vor.

Außerdem wird ein eigener Arbeitskreis für die Thematik Feuerwehrhaus Neubau eingerichtet. Ein Arbeitskreis, der aus Mitgliedern der beiden Koalitionsparteien ÖVP und Grünen besteht und nicht vom Gemeinderat bestellt wurde. Eine Tatsache, die bei der Opposition für Kritik sorgt.

Zudem hätte die Auftragsvergabe vom Arbeitskreis erfolgen sollen, diese Vorgangsweise ist allerdings nicht rechtens. Die eingelangten Angebote werden nun vom Arbeitskreis geprüft und anschließend dem Gemeinderat zum Beschluss vorgelegt. Dies wird allerdings erst im kommenden Jahr erfolgen. Laut Vizebürgermeisterin Jutta Polzer ist der Baubeginn schließlich für Mitte beziehungsweise Ende Februar geplant.

Wechsel bei Pressbaumer ÖVP

Bis zum Stadtparteitag der ÖVP im Sommer war Thomas Tweraser noch geschäftsführender ÖVP-Stadtparteiobmann, danach übernimmt Bürgermeister Josef Schmidl-Haberleitner diese Funktion. Tweraser hat die Funktion 2019 von Irene Heise übernommen.

WIR!-Gemeinderat Martin Eberl zurückgetreten

Der Mandatar der Bürgerliste WIR! hat sich nach einem innerparteilichen Zwist im Sommer dazu entschlossen, sein Mandat zurückzulegen. Konkret ist es zu unterschiedlichen Meinungen gekommen, wie viel der Pressbaumer als Gemeinderat und als Vorsitzender des Ausschusses für Kultur und Tourismus zu leisten habe. Während Eberl seiner Ansicht nach genug Engagement gezeigt hatte, war es dem WIR!-Stadtrat Wolfgang Kalchhauser zu wenig. Ihm folgt Helmut Schoder als neuer Gemeinderat der Liste WIR! nach.

Landjugend Irenental hat neue Leiterin

Larissa Gazdag-Peichär löst Kristina Schmiedl an der Spitze der Landjugend Irenental im Oktober ab. David Wittmann bleibt Obmann, er bekommt mit Noah Jandrasits einen neuen Stellvertreter zur Seite gestellt.

Neubau fertiggestellt

Nachdem der Kindergarten in der Forsthausstraße in Tullnerbach in den vergangenen Jahren aus allen Nähten platzte, ist die Freude in der Gemeinde groß, dass im Mai die neuen Kindergartengruppen im neuen Bau in der Haupstraße 47a einziehen können. Im Herbst ist mit der Gestaltung des Spielplatzes die Gestaltung des Areals weitestgehend abgeschlossen. Außerdem befinden sich in dem Neubau zehn Wohnungen.

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Foto: Veraszto

Kindergarten muss übersiedeln

Im Kindergarten 2 in Pressbaum kommt es im Oktober zu einem Wasserrohrbruch. Um die aufgetretenen Schäden beheben zu können, werden zwei Gruppen zwischenzeitlich in die Mittelschule Pressbaum ausgelagert.

Quellen-Restaurierung als internationales Projekt

Die Restaurierung der Quelle Maria Paradies, die in der Nähe der Klosterruine am Riederberg zu finden ist, wird aufgrund des polnischen und litauischen Bezugs zu einem internationalen Projekt. Das Marienbild hat laut der Galbitzer Grünen-Gemeinderätin Dorota Krzywicka-Kaindel eine große Bedeutung für Polen und Litauen, weshalb sich die Botschafter der beiden Länder Jolanta Róża Kozłowska und Donatas Kušlys dazu entschließen, sich für die Erneuerungsarbeiten einzusetzen. Die Quelle bekommt aus Vilnius eine neue, wasserfest versiegelte Kopie des Marienbildes. Der feierlichen Präsentatin der neuen Madonna wohnten auch die beiden Botschafter bei.

Florian Kleinhagauer tritt zurück

Die Liste der Rücktritte im Jahr 2021 ist lang. Florian Kleinhagauer gibt im Oktober seinen Rücktritt als ÖVP-Gemeinderat in Pressbaum bekannt. Als Gründe nennt er private und zeitliche. Für ihn folgt NÖAAB-Obmann Kurt Heuböck nach.

Kress-Modell wird übergeben

Flugpionier Wilhelm Kress kenterte am 3. Oktober 1901 beim Versuch, mit einem Wasserflugzeug über den Wienerwaldsee zu fliegen. In der Marktgemeinde Tullnerbach wurde dem Flugpionier zu ehren ein Denkmal errichtet. Es wird neu vergoldet, wozu es einen kleinen Festakt gab. Ebenso im Oktober soll es eine große Feier anlässlich 120 Jahre Flugversuche Wilhelm Kress geben. Wegen der Corona-Pandemie muss diese aber abgesagt werden. Ein Modell des Drachenfliegers wird im November aber an Tullnerbachs Bürgermeister Johann Novomestsky als Leihgabe übergeben, um es im Gemeindeamt auszustellen. Dort ist es seitdem zu bestaunen.

Seniorenbund feiert 50-jähriges Bestehen

Der Seniorenbund Tullnerbach-Pressbaum feiert im Zuge der Vereinsversammlung sein 50-jähriges Jubiläum. Dabei werden nicht nur verdiente Mitglieder geehrt, sondern auch der Vorstand neu gewählt. Mit absoluter Mehrheit wird Irene Wallner-Hofhansl zum dritten Mal zur Obfrau gewählt. Ihre Stellvertreter sind Peter Berger und Isabella Samstag.

Schmutterer folgt Köhler nach

Auch in Tullnerbach gibt es im Gemeinderat im Jahr 2021 einen Wechsel: Andrea Köhler (SPÖ) legt ihr Mandat aus privaten Gründen zurück, Gerda Schmutterer folgt ihr nach. Innerparteilich hat sie ihren Rückzug bereits im Sommer bekanntgegeben, in der Gemeinderatssitzung im Dezember folgt schließlich die Nachbesetzung.

Polizei übersiedelt an neuen Standort

Nach zwei Jahren Bauzeit darf die Polizei Pressbaum Anfang Dezember die neuen Räumlichkeiten in der Hauptstraße 121a beziehen. Zu den Besonderheiten zählen die mögliche Stromversorgung im Falle eines Blackouts mittels Notstromaggregats sowie die geplante Elektrotankstelle in der Garage für Dienstautos.

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Im Dezember übersiedelt die Polizei in die Hauptstraße 121a. Dort gibt es auch eine Arrestzelle, die Bürgermeister Josef Schmidl-Haberleitner und Kommandant Lars Haslinger begutachten.
Foto: Nadja Büchler