Purkersdorf plant große Jugendumfrage. Im August können Jugendliche im Zuge einer groß angelegten Jugendumfrage ihre Meinung äußern.

Von Melanie Baumgartner. Erstellt am 09. Juni 2021 (04:29)
Anfang August soll mit einer großen Jugendumfrage gestartet werden.
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Eine große Jugendumfrage im Rahmen einer Sozialraumanalyse plant der Purkersdorfer Familien- und Jugendausschuss für die kommenden Monate. Da vor allem die Jugendlichen unter den Einschränkungen der Corona-Pandemie gelitten haben, sollen die Prioritäten der Jugendarbeit an den Bedürfnissen, den Wünschen und den Sorgen der Jugendlichen neu ausgerichtet werden.

„Die Jugend ist am Wort und die Politik wird aufmerksam zuhören. Gemeinsam mit dem Verein ‚Social Identity Research‘ werden wir auf alle Jugendlichen im Alter von 10 bis 21 Jahren zugehen und sie um ihre Meinung zu Purkersdorf fragen. Wir wollen wissen, was fehlt, was verbesserungswürdig ist und welche Angebote gut angenommen werden. Es freut mich, dass hinter diesem Projekt alle im Gemeinderat vertretenen Parteien stehen“, erklärt Jugendstadtrat Albrecht Oppitz (ÖVP) als Vorsitzender des Familien- und Jugendausschusses das Projekt.

„Wir wollen wissen, was fehlt, was verbesserungswürdig ist und welche Angebote gut angenommen werden.“ Albrecht Oppitz

Stattfinden wird die Umfrage online. „Wir werden einen Brief mit einem individuellen Link beziehungsweise QR-Code an alle Teilnehmer aussenden. Jeder kann nur einmal teilnehmen. Ziel ist die Erhebung des Freizeitverhaltens und der Bedarfsanalyse der jungen Menschen in Purkersdorf“, schildert Oppitz die Vorgehensweise.

Derzeit laufen die Vorbereitungen, gestartet wird mit der Umfrage voraussichtlich Anfang August. Danach werden die Jugendlichen rund einen Monat Zeit haben, sich zu beteiligen. Aufgrund der Urlaubszeit wird dies aber aus heutiger Sicht flexibel gehalten.

Ziel der Umfrage ist es, „dem Gemeinderat ein auf den Ergebnissen der Analyse basierendes ‚Leitbild Jugendarbeit‘ zur Beschlussfassung vorzulegen und die mit den Jugendlichen erarbeiteten Ziele und Projekte abzuarbeiten. Auch auf die Budgetplanung der nächsten Jahre werden die Ergebnisse großen Einfluss haben“, erzählt Oppitz und hofft auf rege Teilnahme an der Umfrage.

Online-Plattform für Aktivitäten geplant

Gleichzeitig soll eine Online-Plattform für Jugendliche gegründet werden, wie SPÖ-Gemeinderat Dieter Pawlek ergänzt. „Parallel zu der Sozialraumanalyse werden wir die Idee von Niki Kaspirek, einer Online-Plattform, auf der alle Angebote der Region für Jugendliche gesammelt werden, ins Leben rufen. Die Jugendlichen sollen in Workshops selbst die Richtung vorgeben, um ihre Bedürfnisse bestmöglich abzudecken.“

Dazu muss allerdings zunächst eine Basiswebseite erstellt werden. „Hier warten wir auf die Entwürfe der beauftragten Grafik-Firma. Der Launch ist für Juli geplant. In weiterer Folge soll die Erweiterung der Website gemeinsam mit den Jugendlichen erfolgen“, erklärt Oppitz auf NÖN-Nachfrage.

„Es tut sich etwas bei der Jugendarbeit, man spürt eine Aufbruchstimmung."

Auch Gemeinderätin Susi Klinser von den Grünen sowie Bildungsstadtrat Gerald Pistracher (NEOS) befürworten die geplante Befragung.

„Es tut sich etwas bei der Jugendarbeit, man spürt eine Aufbruchstimmung. Besonderes Augenmerk werden wir darauf legen, dass auf dem Weg in die Zukunft die Jugendlichen mitgenommen und eingebunden werden“, freut sich Klinser. Pistracher betont: „Als Grundlage für die Neuausrichtung der Jugendarbeit ist eine professionelle Sozialraumanalyse genau das richtige Instrument. Mir war es wichtig, dass diese Erhebung von einer unabhängigen, externen Institution geleitet und ausgewertet wird, damit das Ergebnis von Haus aus außer Streit gestellt wird.“

Zunächst skeptisch war FPÖ-Gemeinderat Alfred Tauber. „Anfangs war ich skeptisch, aber die Argumente haben mich überzeugt. Die Jugend ist mir ein Herzensanliegen, denn sie ist unsere Zukunft.“

Umfrage Purkersdorf

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