Gablitz

Update am 23. Oktober 2017, 10:04

von Lisa-Maria Seidl

Erwin Kiennast: "Nostalgie-Gen nicht stark ausgeprägt". Kiddy-Contest-Begründer Erwin Kiennast berichtet über Neuerungen, Herausforderungen und die großen Idole der jungen Generation.

Auch nach 23 Jahren Kiddy Contest kommt bei Erwin Kiennast keine Langeweile auf.  |  Ernst Jauck

Der Kiddy Contest, der am Wochenende in eine neue Runde ging, ist seit 23 Jahren fester Bestandteil der österreichischen Fernsehlandschaft. Zu verdanken ist dies auch dem Engagement des Gablitzers Erwin Kiennast, der das Format gemeinsam mit Norman Weichselbaum ins Leben gerufen hat.

Langweilig wurde es ihm in all den Jahren nie. „Auch heuer ist beim Kiddy Contest wieder einiges neu. Die Kinder wurden vor allem von unserem neuen Choreografen Alamande Belfor sehr gefordert und es zeigte sich, dass wir heuer einige Bewegungstalente dabei haben“, berichtet Kiennast und betont: „Vor 20 Jahren waren die Kinder noch nicht so fit wie heute. Es ist faszinierend, was sie in so kurzer Zeit geleistet haben.“ Dabei seien vor allem die Kinder selbst, die treibende Kraft: „Die Kinder wollen das und sie ziehen die Eltern mit.“

Da sich die Zielgruppe des Gesangswettbewerbs heute hauptsächlich online bewege, gehe auch der Kiddy Contest mit der Zeit. „Das ‚Nostalgie-Gen‘ ist bei mir nicht sehr stark ausgeprägt“, meint Kiennast. Stargäste sind daher heuer unter anderem der Youtube-Star Lukas Rieger und die norwegischen Zwillinge Marcus und Martinus.

„Da bekommt jedes  Kind feuchte Augen“

„Da bekommt jedes Kind im richtigen Alter feuchte Augen“, ist Kiennast überzeugt. Für ihn ist es besonders spannend, die Trends in der jungen Generation zu beobachten: „Wir lernen, was angesagt ist und wie die Kinder so ticken.“

Immer wieder eine Herausforderung sei das Songmaterial, das von Kiennast für die jungen Künstler originell umgetextet wird. „Es ist keine g’mahte Wiesn, die Zustimmung der Künstler und Verlage zu bekommen“, meint er.

Auf der Songliste für die beiden ausverkauften Shows in der Wiener Stadthalle standen diesmal Titel wie „Despacito“, „Chöre“ von Mark Forster und „Your Song“ von Rita Ora. Im Finale am Samstag ging die 8-jährige Ina Hofer aus Afiesl in Oberösterreich als Siegerin hervor. Sie konnte mit dem Titel „Wo versteckt sich das Christkind?“ (Original: „Musik sein“ von Wincent Weiss) die meisten Stimmen für sich gewinnen.