„Wienerwald trifft Regenwald“ in Purkersdorf. Im Wienerwald sterben die Eschen, und in Brasilien verschiebt sich die Regenzeit. Beides hat dramatische Auswirkungen.

Von Martin Gruber-Dorninger. Erstellt am 07. Oktober 2018 (05:35)
Gruber-Dorninger
Purkersdorfs Gemeinderat Walter Jaksch (l.) und dem Gablitzer Umweltgemeinderat Bernhard Haas liegen die Anliegen des Klimabündnisses am Herzen. Sie laden daher in den Stadtsaal.

Das Volk von Bare lebt im Regenwald in Brasilien und dort in einem geschützten Gebiet. Hauptnahrungsmittel ist Maniok, eine stärkehaltige Wurzel. Der Anbau ist nicht ganz einfach, doch die indigenen Völker haben ihn perfektioniert. Zweimal jährlich bietet sich ein kleines Zeitfenster, wo diese Pflanze angebaut werden kann. In den letzten Jahren blieben aber viele Ernten aus, der Klimawandel verschob das kleine Zeitfenster. Davon berichten Marivelton Rodrigues Barroso und Renato Martelli Soares im Zuge einer Veranstaltung im Purkersdorfer Stadtsaal. „Wienerwald trifft Regenwald“ heißt es kommenden Montag, wenn der Klimawandel thematisiert wird. Zwei direkt Betroffene werden die Auswirkungen schildern.

Rauchsäule vom Weltall aus sichtbar

Initiiert wird die Veranstaltung von Purkersdorfs Gemeinderat Walter Jaksch und vom Gablitzer Umweltgemeinderat Bernhard Haas. Letzterer hat sich sogar schon selbst ein Bild von den Problemen in Brasilien gemacht: „Abgesehen von dem relativ kleinen Gebiet, wo die indigenen Völker anerkannt sind, wird rundum gerodet, was das Zeug hält.“ Jaksch erzählt sogar von Sichtungen der Rauchsäulen über dem brasilianischen Regenwald, im Weltraum.

Doch was hat das mit uns zu tun? – „Im Wienerwald sind die Anzeichen für den Klimawandel ebenfalls sehr deutlich. Man denke nur an das Eschentriebsterben und die große Problematik mit den Borkenkäfern“, bringt es Jaksch auf den Punkt.