Tipps: Stille Nacht ohne Sirenenalarm. Jedes Jahr kommt es zu Christbaum-Bränden. Benjamin Löbl gibt Tipps zur Prävention und für den Notfall.

Von Victoria Heindl. Erstellt am 20. Dezember 2019 (06:08)
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Die Kugeln glitzern im Lichterschein. Die Packerln stehen bereit und ein Glöckchen erklingt: Das Christkind war da. Oft werden für diesen feierlichen Moment noch echte Kerzen angezündet. Was der Stimmung dient, kann schnell in das Gegenteil ausschlagen. Denn jedes Jahr werden zahlreiche Weihnachtsbäume ein Raub der Flammen. Aber wie kann man das verhindern beziehungsweise was soll man im Ernstfall machen?

„Eigentlich ist es empfehlenswert, auf elektrisches Licht umzusteigen. Da gibt es schon sehr gute“, empfiehlt Benjamin Löbl, Kommandantstellvertreter der Freiwilligen Feuerwehr Klosterneuburg. Denn so kann es erst gar nicht zu einem Brand kommen. Aber was, wenn man nicht auf den Original-Kerzenschein verzichten möchte?

Zu allererst sollten die Kerzen gut und fest – am besten mit eigenen Klammerln – an den Ästen befestigt werden. „Außerdem sollte man einen Nass- oder Schaumlöscher, keinen Pulverlöscher immer griffbereit haben“, erklärt Löbl weiter. Auch der gute alte Kübel Wasser neben dem Christbaum kann schon einiges verhindern.

Die Umgebung des Christbaums ist ebenfalls ein wichtiger Faktor in Sachen Feuerprävention. Vorhänge, Decken oder andere leicht entzündliche Gegenstände sollten immer in einem gewissen Sicherheitsabstand zum Baum sein. Das sollte übrigens nicht nur für Sachen, sondern vor allem auch für die eigenen Haustiere gelten. Gerade Katzen spielen gerne mit den Ästen des geschmückten Baums und können so zum Risikofaktor werden.

Ein weiterer Faktor, der einen Brand beeinflussen kann, ist der Zustand des Baums. Gerade wenn man die Kerzen auch nach dem Heiligen Abend nochmals anzünden will, sollte man erst überprüfen, ob der Baum dazu nicht schon zu trocken ist.

„Sollte es wirklich zu einem Brand kommen, bitte die Feuerwehr verständigen, den Raum und die Wohnung verlassen und verschließen“, hofft Löbl in diesem Jahr auf ein feuer-freies Weihnachtsfest für die Klosterneuburger und somit auch für die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Klosterneuburg und ihre Kollegen in den Katastralgemeinden.