Bekämpfen eines Symptoms. Martin Gruber-Dorninger über den Mangel an Kinderärzten im Bezirk.

Von Martin Gruber-Dorninger. Erstellt am 27. Februar 2019 (03:17)

Die Wartezimmer in der Ordinationen der Regions-Kinderärzte sind brechend voll. Symptomatisch dafür die Situation bei Purkersdorfs Kinderärztin Christa Levin-Leitner, die vor zwei Jahren ihren Vertrag bei der NÖ Gebietskrankenkassa zurückgegeben hat. Sie ist nun Wahlärztin und hat nur ein paar kleinere Verträge behalten.

Der Bedarf an einem Kindermediziner ist groß, nicht nur in Purkersdorf, sondern im gesamten Bezirk. Da sich nun seit zwei Jahren kein Kinderarzt gefunden hat, der den Kassenvertrag in Purkersdorf übernehmen will, mussten Kassa und Ärztekammer handeln. Die Stelle wurde aufgeteilt auf Primärversorgungszentren in St. Pölten und Böheimkirchen. So bitter das für Purkersdorf ist, so verständlich ist auch die Vorgehensweise, denn an Ärzten mangelt es derzeit überall. Das Verschieben von Planstellen mag zwar das Krankheitssymptom oberflächlich bekämpfen, der Ursache vermag es aber nichts anzuhaben. Die lautet nun einmal: Es gibt zu wenige Ärzte.