Ein Platzerl für 3.627 Bücher. Martin Gruber-Dorninger über eine mögliche Schließung der Pfarrbibliothek

Von Martin Gruber-Dorninger. Erstellt am 13. Februar 2019 (04:17)

Um Hermann Hesse zu zitieren: „Ein Haus ohne Bücher ist arm.“ Ab Juni könnte die Pfarre Pressbaum so gesehen um einiges ärmer werden, wenn die darin untergebrachte Bibliothek schließt. Die ehrenamtlichen Betreiberinnen gehen in Pension, die Zukunft ist daher ungewiss. Binnen 20 Jahren wurde die Anzahl der Bücher von anfangs 700 auf beachtliche 3.627 erhöht. Was mit den Büchern nach der Schließung passiert, steht noch in den Sternen. Im Rahmen der Stadterneuerung wird an Plänen zur Erhaltung der Bibliothek geschmiedet. Doch heuer soll es, laut Bürgermeister Schmidl-Haberleitner, keine finanziellen Mittel dafür geben. Große Projekte wie Feuerwehr und Hochwasserschutz haben budgetäre Priorität.

Dennoch muss sich doch irgendwo ein Platzerl in der Stadt finden, in dem die Bücher, zumindest vorübergehend, untergebracht werden können. Denn sind die erst einmal weg, wird es wohl auch nichts mit einer Bibliothek, übrigens der einzigen in Pressbaum.