Fairness im Wahlkampf. Über Fairness in Wahlkampf- Zeiten.

Von Birgit Kindler. Erstellt am 09. Januar 2020 (04:26)

Eine eidesstattliche Erklärung zur Unterzeichnung schickte die ÖVP Tullnerbach an die im Gemeinderat vertretenen Parteien. Gefordert wurde in diesem Abkommen, dass ein fairer Wahlkampf geführt wird und, dass die stimmenstärkste Partei den Bürgermeister stellen soll.

Eine deutliche Absage gab es dazu von der stimmenstärksten Partei, der Liste Novomestsky, sowie von der SPÖ, die mit der Liste eine gemeinsame Koalition bildet. Die Grünen, die ebenfalls im Gemeinderat vertreten sind, haben sich noch nicht entschieden.

Fairness und Wertschätzung sollten eigentlich Grundvoraussetzung jeder politischen Auseinandersetzung sein, auch ohne eidesstattliche Erklärung. Mit einer solchen „no-na“-Erklärung zu verknüpfen, wer Bürgermeister werden soll, ist demokratiepolitisch fragwürdig und nicht wirklich seriös. Das – und auch Streitereien und gegenseitiges Anpatzen – sorgen nicht nur unter den Parteien für Unmut, sondern verärgern auch die Bevölkerung, also die Wähler.