Neuausrichtung für die Roten. Über die personellen Änderungen in der SPÖ Purkersdorf.

Von Birgit Kindler. Erstellt am 23. September 2020 (03:16)

Nach der Wahl ist vor der Wahl. Zumindest hat der neue SPÖ-Stadtpartei-Obmann Karim Mild in Purkersdorf das Wahlziel bereits vorgegeben. Die SPÖ soll die absolute Mehrheit zurückholen. Bei der Wahl im Jänner gab es deutliche Verluste. Acht Mandate fielen weg. Die SPÖ-Alleinregierung musste einer Koalition mit der ÖVP weichen.

Der neue Mann an der Spitze will sich vorerst nur um die Parteiarbeit kümmern und voraussichtlich erst später in den Gemeinderat einziehen. Das ist mit Sicherheit keine schlechte Idee. Dass nach dem Rücktritt von Michael Seda bereits jetzt ein Wechsel vollzogen werden (musste), dürfte auch kein Nachteil sein. So kann sich Mild auf die Neuausrichtung der Partei konzentrieren – und das ist mit Sicherheit eine Mammutaufgabe. Um neue und vor allem junge Mitglieder zu gewinnen, braucht die Purkersdorfer SPÖ eine Umgestaltung.

Denn dass es allein mit dem Slogan „Weiter geht‘s“ nicht getan ist, hat die vergangene Wahl gezeigt.