Vorsicht bei der U4-Verlängerung. Martin Gruber-Dorninger über die geplante Verlängerung der U4.

Von Martin Gruber-Dorninger. Erstellt am 21. September 2016 (05:12)

Es staut wieder einmal in der Wiener Westeinfahrt und das schon, seit es diese Einfahrt überhaupt gibt. Eine U-Bahn-Verlängerung bis nach Purkersdorf könnte die Lösung sein. Aber ist das wirklich so?

Natürlich wäre es praktisch, auch für die Purkersdorfer, wenn sie zu Fuß zur ersten U4-Station gehen und dann ohne Umsteigen durch Wien fahren könnten. Wer A sagt, muss dann aber auch B sagen, denn diesen Vorteil werden dann auch Pendler nutzen und ihr Auto im Umkreis dieser äußersten U-Bahnstation abstellen wollen.

Auch wenn eine Monstergarage gebaut werden könnte, heißt das noch lange nicht, dass das Verkehrsproblem gelöst ist. Denn um dorthin zu gelangen, muss der Pendler auch durch Purkersdorf. Kein Pkw-Lenker wird den Umweg über Auhof auf sich nehmen, um dann die Park & Ride-Anlage in Purkersdorf nutzen zu können. Auf diese Weise wird Purkersdorf nicht nur zum Parkplatz, sondern auch zur Auf- und Abfahrt Wiens und das will sicher keiner. Darum lieber auf die S-Bahn setzen, denn damit kommen die Leute bereits öffentlich.