Erstellt am 11. Januar 2017, 05:18

von Marlene Trenker

Winter damals und heute. Marlene Trenker über die Krux mit dem Winter

Im vorigen Winter ließ der Schnee komplett aus. Vergangenes Wochenende schneite es zum ersten Mal in diesem Winter etwas ergiebiger. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts waren die strengen Winter, die Flüsse und Bäche zufrieren ließen, noch ein Eislieferant.

Zu der damaligen Zeit war dies ein Wirtschaftsfaktor, denn der boomende Tourismus ließ Gasthäuser entstehen und die Besucher verlangten nach kühlen Getränken. Die „Eiskeller“ ermöglichten eine Kühlung auch zu der wärmeren Jahreszeit. So hatten die damaligen Winter wenigstens einen positiven Effekt in der Region. Heute sind Schnee und Eis nur mehr ein lästiger Nebeneffekt des Winters. Menschen mit Eigenheimen sind dazu verpflichtet, in einem bestimmten Zeitraum die angrenzenden Gehsteige schneefrei zu halten.

Die Gemeinden müssen tausende Euro in den Winterdienst investieren, um möglichst hohe Sicherheit für den Personenverkehr zu schaffen. Gemeindearbeiter sind stundenlang unterwegs, um die Straßen vom Schnee zu befreien. Das läuft oft nicht ohne Konflikte ab, denn der Schnee muss ja irgendwo hin. „Aber bitte bloß nicht vor die eigene Haustür“, denken sich Viele.