Abstiege als Karrierebegleiter. Über die noch unvollendete Karriere von Patrik Barbic.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 17. Juli 2019 (02:50)

Letzten Winter hat Patrik Barbic seine Karriere als aktiver Spieler für beendet erklärt. Als neuer Futsal-Nationalteamcoach wollte sich der Doppelstaatsbürger (Österreich, Kroatien), der die Rapid-Akademie durchlaufen hat, auf seine Karriere beim ÖFB konzentrieren.

Doch irgendwie juckt es den heute 37-Jährigen noch immer. Nach sieben Abstiegen und mehreren (beinahe) Auflösungen von Klubs, bei denen er gerade engagiert war, fehlt Barbic ein Meistertitel in seiner Vita. Jetzt hat er seinen Pass beim SV Pressbaum hinterlegt!

Wie Stefan Maierhofer am 16. August geboren, allerdings um ein Jahr später, hatte Barbic bei seiner Geburt eindeutig nicht den Glücksstern des Gablitzers für die Klubwahl. Dabei mangelte es weder an Talent noch Ehrgeiz. In Slowenien war Barbic als 24-Jähriger in der höchsten Spielklasse tätig, stieg aber ab und machte danach erstmals mit unserer Region Bekanntschaft. Er dockte 2008 beim FC Purkersdorf an, der mit ihm den Titel holen wollte. Doch Barbic wechselte im Winter zum SC Krems — stieg ab, ad infinitum.

Barbic hat nicht mehr die Fitness, um die Gebietsliga aufzumischen, kann nur sporadisch trainieren. Für die Pressbaumer muss man hoffen, dass anders als bei seinen bislang 15 anderen Klubs, für Barbic endlich auch der Glücks- und nicht der Todesstern leuchtet.