Cican trägt das Einserleiberl. Über Österreichs neuen Mann im Fußballtor.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 11. September 2019 (01:48)

Er ging durch die Schule von Adi Haiduk im LAZ Tulln (heute Stockerau) und ist längst ganz oben im österreichischen Fußball angekommen: Cican Stankovic. Mit seinen Eltern als Fünfjähriger dem Krieg in Bosnien entflohen, verschlug es ihn nach Pressbaum. Beim SVP kam er mit Fußball in Berührung.

Die Karriereleiter von Stankovic ging dann stetig bergauf, doch auffällig fürs Nationalteam wurde er erst als U-21-Spieler. Drei Teameinsätze hatte er unter Gregoritsch, dann war das Alterslimit überschritten.

Der Aufstieg in der Tipico-Bundesliga war aber nicht mehr zu stoppen. Über den SV Horn kam Stankovic 2013 zum SV Grödig. Nur ein Jahr später wählte ihn bereits eine Jury aus Präsidenten, Managern und Trainern aller Klubs der Bundesliga zum Tormann der Saison. Die Verpflichtung durch Red Bull Salzburg war folgerichtig.

Doch der Spitzenklub machte den jungen Keeper nicht gleich zu seiner Nummer Eins. Fehlende Bundesligaeinsätze ließen ihn aus dem Radar fürs Nationalteam fallen. Erst seit er in Salzburg das Stammleiberl trägt, gibt es auch für Teamchef Foda an Stankovic kein Vorbeikommen mehr. Gegen Lettland gab der Pressbaumer sein Debüt als Österreichs Teamtormann. Er machte nicht den Eindruck, als würde er das Stammleiber wieder abgeben wollen.