Der Major und seine Mission. Über Stefan Maierhofer und den Ligaerhalt.

Von Wolfgang Wallner. Erstellt am 03. Juni 2020 (01:52)

Gäbe es einen Spieler, der die „Jetzt erst recht“-Attitüde verkörpert, dann wäre das Stefan Maierhofer. Der Gablitzer spielt eine Schlüsselrolle bei der WSG Tirol, auch wenn er nicht immer in der Startformation des Bundesliga-Aufsteigers steht. „Mit Maierhofer haben sie Mentalität ins Team gebracht“, hat SKN-Trainer Robert Ibertsberger ganz zurecht analysiert. Und diese Mentalität ist unabdingbar, will der „Major“ seinen Karriereherbst erfolgreich gestalten.

Jetzt erst recht! Viel unglücklicher kann die Qualifikationsgruppe gar nicht beginnen als mit einem Trainer, der kurz vor dem ersten Pflichtspiel nach der Punketeilung verletzt ausfällt. Offene Unterschenkelfraktur, längere Pause – das hat der WSG Tirol gerade noch gefehlt. Ohne den etatmäßigen Chefcoach Thomas Silberberger an der Linie wird Maierhofer noch wichtiger für die Wattener. Als Motivator, als Mentalitätsmonster, als gestandener Stürmer, der in seinem Fußballerleben fast alles gesehen hat. Nicht aus der Beobachterperspektive, sondern als Kämpfernatur mittendrin im Geschehen.

Das Kommando des Majors ist gefragt. Und führt er die Tiroler zum Happy End, dürfte man sich nicht wundern, wenn der Gablitzer auch im Herbst 2020 noch einmal ins Fußballerdress schlüpft. Selbst wenn er da schon 38 Lenze jung ist …