Drei Neue für ein schaffbares Ziel. Über Pressbaums Ambition „nur nicht absteigen“ und die Zugänge.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 12. Februar 2020 (01:52)

„Wer lange schläft, wacht zu spät auf“, lautet eine Redewendung. Die Pressbaumer Fußballfunktionäre haben in der Transferzeit lange „geschlafen“, weil sie mit einem drängenderen Problem beschäftigt waren. Die Suche nach einem neuen Obmann, einer neuen Obfrau hat alle Energie gebunden. Erst Ende Jänner wurde das Problem mit Jutta Holzer endlich gelöst. Und in der letzten Woche der Übertrittszeit ist auch das Kaderproblem angegangen worden. Am Spielermarkt wurde kräftig zugeschlagen.

Kritiker, die nun hämisch von den Faulen lästern, die erst abends fleißig werden, sind ungerecht. Fakt ist aber, dass unklar ist, wie die drei Spieler, die kurzfristig verpflichtet wurden, tatsächlich ins Teamgefüge passen. Und wie der Neo-Trainer das System umbauen will, ist noch allzu kryptisch formuliert. „Elf Kapitäne“, wie Martin Schiller, will jeder Coach haben, und „aus der Breite rasch nach vorn spielen“ steht auch am Wunschzettel aller weit oben.

Testspiele geben kaum Auskunft, ob Spieler dafür die richtigen Anlagen mitbringen. Aber der Ball wird in Pressbaum ohnehin flach gehalten. „Nicht absteigen“ (Holzer), ist mit sieben Punkten Vorsprung aufs Schlusslicht und noch sechs Teams hinter der eigenen Truppe, nicht allzu ambitioniert. Das muss machbar sein.