EM-Starter wie Breitensportler. Über den absurden Stopp der höchsten Spielklasse im Badminton.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 18. November 2020 (00:26)

In allen Sportarten außer Fußball und Basketball steht der Spielbetrieb unterhalb der 1. Bundesliga praktisch still. Nur der Tischtennisverband hat es als Vertreter einer sogenannten Randsportart geschafft, auch seine Athleten der 2. Bundesliga als Spitzensportler zu deklarieren. Möglich war dies, weil alle 18 an der 2. Bundesliga teilnehmenden Vereine an einem Strang gezogen haben. Im Handball hätten zwei Klubs zurückgezogen, weshalb auch die übrigen aus Solidarität den Antrag auf Spitzensportstellung nicht eingereicht haben.

Im Badminton ist sogar in Österreichs höchster Spielklasse die Meisterschaft unterbrochen. Es wirkt natürlich absurd, wenn mit Top-Legionären gespickte Teams plötzlich die gleiche Einstufung erfahren, wie normale Breitensportler. So nahmen am Wochenende an der U-19-EM in Lahti auch die Pressbaumerinnen Emily Wu und Karoline Pottendorfer teil. Ihre serbische Teamkollegin Marija Sudimac sicherte sich dabei sogar die Bronzemedaille. Dass diese Erfolge unmöglich wären, wenn die drei nicht seit Kindheit an wie Vollprofis trainieren würden, versteht sich von selbst.