Gibt es den „Trainereffekt“?. Claus Stumpfer übers beliebteste Rezept der Klubs, eine Krise zu überwinden.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 13. September 2017 (03:37)

Beim österreichischen Fußballnationalteam wackelt der Trainerstuhl von Marcel Koller. Dass Kollegen Kollers mögliche Entlassung differenziert sehen, wird bei einer Umfrage unter den Betreuern unserer Klubs deutlich. Ja, Solidarität unter Trainern gibt es doch!

Ob ein Trainerwechsel etwas bringt, oder doch Funktionäre mit dem etwas längeren Geduldsfaden belohnt werden, ist jetzt bei unseren kriselnden Gebietsligisten zu beobachten.

In Pressbaum wurde Peter Keller sofort „entsorgt“. Matus Kuklas kann sich jetzt als Jungtrainer erste Sporen verdienen — oder scheitern.

Das andere Modell repräsentiert Gablitz. Dort sitzt Paul Kreitzer nach fünf Pleiten in Folge noch im Sattel. Die Klubführung zürnt den „Trainingsweltmeistern“ unter den Spielern.

Welches Konzept rascher Erfolg bringt — Feuern oder Aussitzen —, könnte auch ein Fingerzeig fürs Nationalteam sein.

Eine Steigerung gab‘s diese Woche in Purkersdorf — unklar bleibt trotzdem, ob’s für solche Fälle Trainer gibt. Doch statt zweistellig, wie zuletzt zweimal, ging‘s mit 2:9 glimpflicher ab, sogar zwei Tore wurden erzielt. Was folgt als Nächstes? Geht’s in diesem Tempo mit der Leistungsexplosion weiter, dann ein 3:7! Aber vielleicht war der Erfolg zuletzt nur Strohfeuer …