Kompromisslose Funktionärin. Über Tina Weinbergers Erfolgsrezept bei der Sportunion St. Pölten.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 08. Mai 2019 (01:52)

Die Tullnerbacherin Tina Weinberger ist eine, die oft aneckt. Auch Kritiker müssen der Mutter von Marie und Martin Wolf sowie Sektionsleiterin der Union St. Pölten aber zugestehen, dass die Masse an Kindern, die in der Landeshauptstadt trainiert, unter ihrer Ägide angewachsen ist. Und aus Masse entsteht Klasse — die Erfolge sind angewachsen! Diese ziehen weitere Talente von kleineren Klubs zum Landeshauptstadtklub mit BORGL-Anbindung — ein Perpetuum mobile.

Weinberger ist ein großes Trainerteam wichtig. Um mit einem solchen Großaufgebot an Wettkämpfenden wie zuletzt bei den NÖ Landesmeisterschaften zurande zu kommen, braucht es aber auch starke und voll kommitierte Betreuer. In Egermann und Schlager (Burschen) sowie Lehota, Lukoyanova, Flakin, Letschka und Moissl (Mädels) scheint sie diese gefunden zu haben. Der Zulauf zum Kunstturnsport ist so groß, dass sich der Verein zwecks Bewältigung der Nachfrage schon nach einer weiteren qualifizierten Kraft umsieht. Weinberger weiß, dass am Weg zu nationalem Niveau viele Kinder aufgrund des hohen Zeitaufwands aufgeben. Sich im Betreuerstab breiter aufzustellen, ist die beste Überzeugungsarbeit bei begeisterten Kids und deren Eltern. Die Mitgliederzahlen zeigen es.